Erstmals mehr als 70 Millionen: Wieso die Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen immer weiter ansteigt – und wieso Europa das kaum spürt


Venezolanische Migranten verlassen ihr Land per Flugzeug Richtung Brasilien. 2018 stellten 350 000 Venezolaner in einem anderen Land ein Asylgesuch. (Bild: Ueslei Marcelino / Reuters)
Innert weniger Jahre hat sich die Zahl der Schutzsuchenden weltweit verdoppelt. Wer sind diese Menschen, und wohin gehen sie? Eine Übersicht in sechs Grafiken.

Fabian Urech | Neue Zürcher Zeitung

Die Zahl der weltweit Vertriebenen hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt.

Nie zuvor waren so viele Menschen auf der Flucht wie heute. Ende 2018 lag deren Zahl laut den neuesten Erhebungen des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR bei 70,8 Millionen. Das sind 2,3 Millionen mehr als im Vorjahr – und rund doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. Damit ist die Zahl der Vertriebenen, zu denen das UNHCR Flüchtlinge, Asylsuchende und intern Vertriebene zählt, zum sechsten Mal in Folge angestiegen.

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