Künstliche Inseln aus der Steinzeit entdeckt


Dieses Inselchen im Loch Bhorgastail auf der Hebrideninsel Lewis wurde schon vor rund 5.500 Jahren aus Steinblöcken und Holzbalken erbaut. © F. Sturt/ Antiquity, CC-by-sa 4.0
Älter als Stonehenge: Auf den schottischen Hebriden konstruierten unsere Vorfahren schon vor mehr als 5.500 Jahren künstliche Inseln in Seen und im Meer, wie Archäologen entdeckt haben. Die runden, bis zu 26 Meter großen Plattformen liegen im flachen Küstenbereich und waren teilweise durch Dämme mit dem Ufer verbunden. Welchem Zweck diese Inseln aus Steinen und Holzbalken dienten, ist rätselhaft. Forscher vermuten jedoch eine rituelle Nutzung.

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Künstliche Inseln haben eine lange Tradition: Als Pfahlbauten schufen sie schon in der Eisenzeit neuen Wohnraum, in den Niederlanden dienten sie der Landgewinnung. Bis heute nutzen viele Küstenregionen die Möglichkeit, sich auf das Meer hinaus auszudehnen – ob für einen Flughafen wie in Osaka, Nobeldomizile für Reiche in Dubai oder ganz prosaisch als Bohrinseln zur Förderung von Erdöl oder Erdgas.

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