Wieso Tayyip Erdogan den Tod Morsis zum großen Thema machte


foto: afp Symbolische Beerdigung Mohammed Morsis in Istanbul. Tayyip Erdogan und Morsi verband Einiges.
Proteste im Gezi-Park als Wendepunkt in der türkischen Betrachtung möglicher Wahlsiege für Islamisten

Philipp Mattheis | derStandard.at

Gnade wünsche er seinem „Bruder und Märtyrer“. Das sagte der türkische Präsident Tayyip Erdogan zum Tod des ägyptischen Expräsidenten Mohammed Morsi. Es ist nicht das erste Mal, dass Erdogan seine Nähe zur Muslimbruderschaft betont. Die Verbindungen der Türkei zu der Gruppierung reichen bis in den Kalten Krieg zurück. Damals arbeitete der türkische Geheimdienst MIT noch eng mit der CIA und dem Mossad zusammen, um die Bewegung als Gegengewicht zu den Baath-Regimen in Syrien und dem Kommunismus aufzubauen. Unter Erdogan wurden die Verbindungen der AKP zur Bruderschaft in arabischen Ländern ein „Soft Power“-Instrument türkischer Außenpolitik.

Wendepunkt Gezi

Um die Zeit des Arabischen Frühlings herum verfolgte der damalige Außenminister Ahmet Davutoglu eine Politik, die zum Ziel hatte, arabische Diktatoren durch Regierungen zu ersetzen, die der Bruderschaft nahestehen. Von freien Wahlen erwartete man, sie würden islamisch-konservative Parteien an die Macht bringen.

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