Land und Kirchen erinnern an Leid ehemaliger Heimkinder


Die nordrhein-westfälische Landesregierung und die Kirchen haben in Düsseldorf an den Missbrauch junger Menschen in stationären Einrichtungen der Nachkriegszeit erinnert und sich für das entstandene Unrecht entschuldigt. Tausende Kinder und Jugendliche hatten in den ersten Nachkriegsjahrzehnten in Stätten der Behindertenhilfe und der Psychiatrie sowie in Kinderheimen Gewalt und sexuelle Übergriffe erfahren.

evangelisch.de

„Wir haben als Land und als Gesellschaft schwere Schuld auf uns geladen. Die Dinge, die Sie erfahren haben, sind nicht vereinbar mit unserem christlichen Menschenbild“, sagte Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) an die damaligen Opfer gewandt, von denen einige in den Landtag gekommen waren. „Wir haben jahrzehntelang total versagt“, so der Minister. „Wir müssen alles tun, dass nie wieder in diesem Land einem Kind die Kindheit geraubt wird.“

Auch Spitzenvertreter der beiden großen Kirchen als Träger vieler der stationären Einrichtungen, in denen das Unrecht geschehen war, baten die Betroffenen um Verzeihung. „Wir sind schuldig vor Ihnen und auch vor Gott geworden“, sagte der Vorstand des Diakonischen Werkes Rheinland-Westfalen-Lippe, Thomas Oelkers. Besonders gravierend sei, dass „wir unseren christlichen Ansprüchen nicht gerecht geworden sind“.

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