Hitze, Gewitter, Starkregen – wie viel Klimawandel steckt im Wetter?


Enorme Blitzintensität: Gewitter über Heidelberg Quelle: Getty Images
Der Sommer des vergangenen Jahres war heiß und trocken. Die erste Hälfte des Juni war ebenfalls außergewöhnlich warm. Experten erklären, was normal ist – und bei welchen Wetterphänomenen bereits die Erderwärmung wirkt.

Von Eva Krafczyk | DIE WELT

Der Juni macht auf Sommer. Hitze, heftige Gewitter, schwüle Nächte. Und tatsächlich war der Monat im Bundesgebiet nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bisher deutlich wärmer als gewöhnlich. Besonders heiß sei es im Osten gewesen, sagt DWD-Meteorologe Jens Bonewitz. Im Mai dagegen hatte es wiederholt Frostalarm gegeben. Und all das nach dem Dürre- und Hitzesommer 2018. Verrücktes Wetter, ganz normal oder Folge des Klimawandels? Einige Fragen und Antworten zu dessen Auswirkungen auf das Wetter in Deutschland.

Wie stark sind die Temperaturen bislang gestiegen?

Es sei seit Beginn der Industrialisierung in Deutschland schon durchschnittlich 1,4 Grad bis 1,5 Grad wärmer geworden, sagt Fred Hattermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. „Das heißt aber auch, es gibt immer wieder mal ein Jahr, das darunter oder deutlich höher liegt. Der letzte Winter zum Beispiel war deutlich zu warm und es gab zumindest im Norden kaum Schnee.“ Weltweit beträgt der Temperaturanstieg im Schnitt etwa ein Grad. Die Kontinente erwärmen sich schneller als die Ozeane, die 70 Prozent der Oberfläche des Planeten ausmachen.

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