Moscheeverbände in Deutschland: Gefährliche Solidarität mit Muslimbrüdern?


Nach dem Mursi-Tod solidarisieren sich deutsche Moscheeverbände laut Kontraste-Recherche mit den islamistischen Muslimbrüdern. Beobachter warnen vor einem „gefährlichen Schulterschluss“.

Von Sascha Adamek | tagesschau.de

Anlässlich des Todes des ehemaligen ägyptischen Präsidenten und Muslimbruders Mohammed Mursi bekunden große Moscheeverbände ihre Solidarität mit der islamistischen Muslimbruderschaft. Wie das ARD-Magazin Kontraste berichtet, sollen an diesem Freitag unter anderem in sämtlichen gut 300 deutschen Moscheen der „Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs“ (IGMG) Gebete für Mursi stattfinden.

Der Vorsitzende der Deutschen Muslimischen Gesellschaft (DMG), Khalled Swaid, erklärte, der Verlust von Mursi stehe „symbolhaft für die Krise, die das ägyptische Volk unter dem autokratischen Militärregime“ durchleben müsse. Die DMG, bis vor kurzem „Islamische Gemeinschaft in Deutschland“ IGD genannt, wird von Deutschlands Verfassungsschutzbehörden als wichtigste Organisation von Anhängern der Muslimbrüder in Deutschland angesehen. Sie ist auch Mitglied im Zentralrat der Muslime (ZMD).

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