Der Islam und die Linke

Die Linke tut es sich äußerst schwer mit dem Islam. Grund hierbei ist die Abstraktion von der Religion und der perspektivischen Hoffnungslosigkeit im Kampf gegen Rechte.

Elisa Nowak | derFreitag/Blog

Die Linke ist in einem Dilemma. Ihr liberaler Progressivismus hat sie in eine Sackgasse manövriert, wenn es um die Frage des Islam geht. Man möchte ihnen am liebsten die tröstende Schulter reichen, wenn es sich wieder die Frage auftut, ab wann etwas beispielsweise „islamophob“ ist und ab wann nicht. Das Kernproblem ist die aufoktroyierte Identitätspolitik auf das zu schützende Subjekt. Die muslimischen Flüchtlinge werden von den reaktionären, progressiven und identitätsstiftenden Linken über ihr Muslimsein definiert und behandelt. Dadurch entwickelt sich das widersprüchliche Problem, dass einerseits der Islam liberalisiert betrachtet werden muss und andererseits der muslimische Flüchtlingen gar keine andere Möglichkeit hat, als sich dieser Deutung zu beugen. Natürlich ist das Frauenbild des Islam und der autoritären Rechten näher als ihnen lieb scheint. Die Sexualisierung der Frau* respektive deren Ermächtigung ist ein geübtes Instrument jedweder patriarchaler Strukturen. Die reaktionäre Linke steht für das Selbstbestimmungsrecht der weißen Frau* ein, doch verteidigt gleichzeitig die patriarchalen Instrumente der Islamistinnen. Die „Kopftuch-Debatte“ steht dabei kontrovers im Mittelpunkt einer jeden Diskussion der Linken. Das Kopftuch ist ein Herrschaftsinstrument des Islam, in der die Männer die Kontrolle über die Frauen ausüben und direkt in ihre Entwicklung, Entscheidung und Lebensweise eingreifen Diese Form der Unterdrückung und Kontrolle als „selbstbestimmte Entscheidung“ zu klassifizieren, ignoriert die Gesetze des dialektischen Materialismus.

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Brasilien: Pastor wegen angeblicher Affäre von Söhnen getötet

Die brasilianische Abgeordnete Flordelis dos Santos Souza hatte mit ihrem Mann 51 Kinder adoptiert. Bild: AFP
Die brasilianische Abgeordnete Flordelis dos Santos Souza und ihr Mann haben 51 Kinder adoptiert. Nun wurde die Leiche des Mannes mit 30 Einschüssen in der Garage des Hauses gefunden.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Ein grausamer Mord um eine bekannte brasilianische Abgeordnete, ihren Mann und mindestens zwei ihrer 55 eigenen und adoptierten Kinder beschäftigt derzeit die Polizei im Bundesstaat Rio de Janeiro. Wie brasilianische Medien am Freitag berichteten, wurde der evangelikale Pastor Anderson do Carmo von den beiden Söhnen als Vergeltung für eine angebliche außereheliche Affäre regelrecht hingerichtet. Einigen Berichten zufolge könnte auch seine Frau in die Ermordung verwickelt sein.

Die Leiche des 42-Jährigen wurde demnach am vergangenen Sonntag in der Garage seines Hauses in der Stadt Niterói entdeckt. Sie wies 30 Einschüsse auf, die meisten davon im Unterleib. Zwei Tage später gestand eines der 51 Adoptivkinder des Paares, den Pastor auf Anweisung eines leiblichen Sohns der Frau getötet zu haben. Beide Männer wurden daraufhin festgenommen.

Keine Hinweise auf eine Affäre des Opfers

Carmo war mit der 16 Jahre älteren Abgeordneten Flordelis dos Santos Souza verheiratet. Einige Nachrichtenseiten berichteten, die Polizei verdächtige die 58-Jährige und ihre drei leiblichen Töchter, ebenfalls in das Drama verwickelt zu sein.

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Nach Frauenstreik: Kunstmuseum Basel kündigt zwei Mitarbeiterinnen

Weil sie in ihrer Arbeitszeit am Frauenstreik teilnahmen, hat das Kunstmuseum Basel zwei Frauen entlassen. Der Marketingleiter spricht von verlorenem Vertrauen.

Neue Zürcher Zeitung

Kündigung statt Gleichstellung: Weil sie am Frauenstreik teilgenommen haben, wurden zwei Mitarbeiterinnen des Kunstmuseums Basel entlassen. Als sie dem Tagesverantwortlichen gesagt hätten, dass sie um 15 Uhr 24 ihren Posten verlassen möchten, um an der Demonstration teilzunehmen, habe dieser wenig erfreut reagiert und ihnen mit einer Kündigung gedroht, sagte eine der Gekündigten gegenüber SRF. Der Tagesverantwortliche hat laut ihren Aussagen dann aber doch umdisponiert, woraufhin die beiden Frauen ihren Arbeitsplatz verlassen haben. Gemäss ihren Aussagen, seien die Kunstwerke nie in Gefahr gewesen.

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Heißt Antifaschismus CDU wählen?

Während die CDU Lockerungen nach rechts unternimmt, wurde die Wahl eines CDU- Kandidaten in Görlitz von der Restlinken als antifaschistische Tat verklärt

Peter Nowak | TELEPOLIS

Ist es wirklich eine Schnaps-Idee, wenn ein CDU-Politiker in Sachsen-Anhalt über Kooperationen mit der AfD nachdenkt? Und warum wird dann despektierlich von einem „Fahrlehrer aus Quedlinburg“ gesprochen, der es auf die Startseite von Spiegel-Online geschafft hat?

Wird da nicht das Klischee des Besser-Wessis bedient, der etwas nur für relevant hält, wenn es aus einer Stadt mit mindestens 100.000 Einwohnern kommt? Gibt es eigentlich im grünen Knigge auch schon einen Fachbegriff für Diskriminierung von Menschen aus der Provinz bzw. aus kleinen Städten? Und warum wird eine Kooperation zwischen Union und AfD plötzlich als schwarz-braune Koalition tituliert? Wenn man schon das geistlose Farbenspiel mitmacht, müsste es ja eigentlich Schwarz-Blau heißen? Gab es nicht in den letzten Jahren zahlreiche Antifakonferenzen, in denen begründet wurde, dass die AfD eben nicht einfach die alte Rechte und schon gar nicht die NSDAP ist? Wird mit einen Vergleich zwischen NSDAP und AfD nicht auch der NS-Terror relativiert? Gibt es begründete Argumente, die diese Argumente entkräften?

Oder wird jetzt die AfD zur NSDAP aufgebaut, weil man so hofft, dass es für die Union es schwerer hat, mit der Rechtsaußenpartei zu kooperieren? Schließlich wurde in der Vergangenheit und wird von Konservativen teilweise bis heute das Bild einer stalinistischen Mauerpartei ausgegraben, wenn man verhindert will, dass Grüne und SPD mit der Linkspartei kooperieren. Das klappt immer weniger und ist politisch widersinnig. Genauso falsch ist es, die AfD zu einem braunen Wiedergänger der NSDAP zu erklären. Man muss sie vielmehr als modernisierte Rechte kritisieren, die ideologisch sehr gut zum Konkurrenzkapitalismus passt. Dabei gibt es viele Schnittmengen zur Union, wie eben die Politiker aus Sachsen-Anhalt in ihren Erklärungen deutlich machen.

Wenn die Politiker aus Sachsen-Anhalt sich gegen „ungesteuerte Migration“ und die „Zunahme an neuer brutaler Kriminalität“ wenden, kupfern sie nicht etwa von der AfD ab oder verwenden Naziparolen. Das sind Positionen, wie sie in der Union schon immer gebraucht wurden. Man kann mühelos Forderungen von Innenminister Seehofer zitieren, die noch viel eindeutiger rechts waren. Wenn der CDU-Politiker aus Quedlinburg erklärt, es müsse wieder gelingen, das Soziale mit dem Nationalen zu versöhnen, dann ist das seit jeher die Unionsposition.

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Fundamentalist Christian who founded ‘Biblical Flat Earth Society’ busted on 56 counts of child sexual exploitation

Image credit: RawStory
A fundamentalist Christian man who is the self-proclaimed founder of the “Biblical Flat Earth Society” was arrested this week and charged with 56 counts of child sexual exploitation.

By Brad Reed | RawStory

Local news station WTVD reports that Durham, North Carolina resident Phillip Stephen Stallings is facing dozens of charges of sexually exploiting minors after he allegedly “downloaded media that involved minors engaging in sexual activities.”

In addition to facing 28 counts of second-degree sexual exploitation of a minor and 28 counts of third-degree sexual exploitation of a minor, Stallings this week was also served with a warrant related to financial card theft and cyberstalking.

Stallings’s personal website promotes his belief that the Earth is flat and cites biblical justifications for this provably false belief. Stallings believes that there is a conspiracy among the so-called Illuminati to “cover up the flat Earth” that is “certainly connected to sun worship which goes all the way back to Nimrod and the tower of Babel.”

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Antibiotika: Gemeinsam sind sie stark

(c) imago/United Archives Internatio (imago stock&people)
Pharmakologie. Antibiotikaresistente Bakterien gehören zu den größten Gefahren für die menschliche Gesundheit. Der Biophysiker Tobias Bollenbach sucht systematisch neue Kombinationen der Wirkstoffe, um ihr zu begegnen.

Von Wolfgang Däuble | Die Presse.com

Multiresistente Bakterien seien eines der „dringlichsten Gesundheitsrisken unserer Zeit und stellen eine Bedrohung für den medizinischen Fortschritt eines ganzen Jahrhunderts dar“, mahnte der WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus erneut am vergangenen Dienstag. Seit Jahren warnt die Weltgesundheitsorganisation vor den Keimen, gegen die kein Antibiotikum mehr wirkt, bis 2050 werden sie laut WHO-Schätzungen mehr Todesopfer fordern als Krebserkrankungen.

Obwohl man bereits kurz nach der Entdeckung des Penicillins erste Resistenzen beobachten konnte, wurden Antibiotika über viele Jahrzehnte in rauen Mengen und oft prophylaktisch eingesetzt, heute gibt es immer mehr Erreger, gegen die keines der herkömmlichen Medikamente mehr wirkt. Neue Wirkstoffe wären daher dringend nötig, doch deren Entwicklung steht zwei großen Problemen gegenüber, sagt der Biophysiker Tobias Bollenbach von der Universität Köln: „Oft stellt sich bei neuen Molekülen heraus, dass sie den gleichen Wirkungsmechanismus haben wie bereits bestehende Antibiotika, da kommt es dann auch schnell wieder zu Resistenzen. Das andere Problem ist, dass die Anreize für die Pharmaindustrie gering sind: Ein gut wirkendes Antibiotikum wird nur über einen kurzen Zeitraum eingenommen, und wenn es ein völlig neuer Wirkstoff ist, wird er für die seltenen Fälle aufgehoben, in denen sonst nichts mehr hilft.“

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Pentagon: (Erst)Einsatz von Atomwaffen kann hilfreich sein

Test einer Trident-Rakete am 9. Mai 2018, die mit den neuen Sprengköpfen W76-2 mit geringerer Sprengkraft ausgerüstet werden sollen. Bild: US Navy
Die Nukleare Doktrin des Vereinigten Generalstabs war nur kurz öffentlich zugänglich, Atomwaffen könnten Bedingungen für einen Sieg schaffen, heißt es in ihr

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Der Vereinigte Generalstab (Joint Chiefs of Staff) der US-amerikanischen Streitkräfte veröffentlichte am 11. Juni kurzzeitig eine neue Ausgabe der offiziellen Doktrin über den Einsatz von Atomwaffen (Joint Publication 3-72). Allerdings wurde die Doktrin schnell wieder gelöscht und ist nun nur noch zugangsbeschränkt in der Joint Electronic Library verfügbar. Bis dahin wurde die Doktrin, so schreibt Steven Aftergood von der Federation of American Scientists (FAS), weiter nicht beachtet. Aber wenn es sich um eine Panne handelte oder man wegen der Veröffentlichung Probleme fürchten sollte, wird gerade die Aufmerksamkeit auf das verschwundene Dokumente gelenkt. Die FAS hat allerdings eine Kopie gemacht und online gestellt.

Er beschreibt die Doktrin als „zumeist vertrauten Überblick über die nukleare Strategie, die Struktur der Streitkräfte, die Planung, die Ziele, die Kommandostruktur und die Operationen. Aber er hebt eine Passage hervor, die für ihn wie von Dr. Strangelove klingt, Hauptfigur des Films „Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben“ von Stanley Kubrick. „Der Einsatz von Atomwaffen könnte Bedingungen für entscheidende Ergebnisse und die Wiederherstellung der strategischen Stabilität schaffen“, heißt es da: „Insbesondere wird der Einsatz einer Atomwaffe grundlegend das Ausmaß einer Schlacht verändern und Bedingungen schaffen, die beeinflussen, wie Kommandeure in einem Konflikt siegen werden.“

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SUVs: Botschaft von Rücksichtslosigkeit, Herrschsucht und vermeintlicher Überlegenheit

Trend zu den den überdimensionierten und übermotorisierten Spritfressern ist trotz ausgerufener Verkehrswende immer noch ungebrochen

Detlef zum Winkel | TELEPOLIS

Die Klimadebatte hat Fahrt aufgenommen. CO2-Steuer, Kohleausstieg, E-Mobilität, Verkehrswende, fleischarme Ernährung, Einhaltung der Abkommen von Tokio und Paris – die Bewegung Fridays For Future hat dafür gesorgt, dass diese Themen an die Spitze des öffentlichen Interesses gerückt sind. Die Politik lässt sich inzwischen dazu herab, das Anliegen des Klimaschutzes als berechtigt anzuerkennen. Die Aktivistin Anna beäugt das Ergebnis auf der Webseite von FFF: #6MonateNixPassiert. Also streiken die Jugendlichen weiter.

In dieser durch die Sommersonne weiter aufgeheizten Situation übertreffen sich Parteien und Unternehmen mit Ankündigungen, wie sie die Zukunft nun aber wirklich umweltfreundlicher gestalten wollen. Aber am Status Quo wollen sie nichts ändern. FFF hat recht: nix passiert.

So versucht VW-Chef Herbert Diess etwa die TV-Gemeinde zu beeindrucken. 30 Milliarden – man stelle sich vor: 30 Milliarden! – will VW in die Produktion von Elektroautos investieren. Auf jeden kritischen Einwand hat er eine imponierende Antwort: Da haben wir ein Projekt, dort machen wir schon was, dann gehen wir 2020 in die Vollen. Nur der Ist-Zustand – keine Hardware-Nachrüstungen für Diesel, kein Abbau der steuerlichen Vergünstigungen, keine Geschwindigkeitsbegrenzungen -, der ist halt so und übrigens gar nicht mal so schlecht, findet Diess.

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Two Potentially Earth-Like Alien Planets Found Around Nearby Star

Image credit: Universität Göttingen
There are even more potentially habitable planets near Earth than we ever imagined. A research team discovered two Earth-like planets in our cosmic backyard, and they’re located in the perfect zone for water to form on their presumably rocky surfaces.

By Elizabeth Howell | SPACE.com

The planets orbit a sun known as „Teegarden’s star,“ which is only 12.5 light-years from Earth. (A light-year is the distance that light travels in a year, or roughly 6 trillion miles or 10 trillion kilometers.) The two planets look an awful lot like Earth and our neighboring worlds, the researchers said.

„The two planets resemble the inner planets of our solar system,“ lead author Mathias Zechmeister, a research scientist at the Institute for Astrophysics at the University of Göttingen in Germany, said in a statement. „They are only slightly heavier than Earth and are located in the so-called habitable zone, where water can be present in liquid form.“

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Jenaer Universität erwirbt von ihr einst verbotenen Schiller-Druck

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena hat nach 230 Jahre eine Lücke in ihren Sammlungen geschlossen. Universitäts-Präsident Walter Rosenthal präsentierte am Freitag ein antiquarisch erworbenes Exemplar von Friedrich Schillers (1759-1805) Antrittsvorlesung in der ersten Druckfassung von 1789, wie die Thüringer Hochschule mitteilte. Das nach Rosenthals Worten „hervorragend erhaltene Exemplar“ habe einen hohen Seltenheitswert.

evangelisch.de

Hintergrund ist ein historischer Streit um Schillers akademischen Titel. Seien Vorlesung unter dem Titel „Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte“ wurde nach Angaben eines Universitätssprechers damals etwa zeitgleich im Weimarer „Teutschen Merkur“ abgedruckt wie auch von der Jenaer Akademischen Buchhandlung als Separatdruck herausgebracht. Auf der Titelseite habe sich Schiller als „Professor der Geschichte in Jena“ titulieren lasse. „Doch das Ordinariat hatte er nicht inne, lediglich eine außerordentliche Professur in den historischen Fächern“, erklärte der Sprecher.

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Top-Neonazi solidarisiert sich mit inhaftiertem Stephan E.

„Ein Kamerad“: Mike Sawallich mit Stephan E. Quelle: Facebook
Der Kasseler Hardcore-Rechtsextremist Mike Sawallich sympathisiert auf Facebook mit dem mutmaßlichen Lübcke-Mörder. Stephan E. sei „ein Kamerad“, „der beste Kamerad“. Das zeigt, wie tief dessen Kontakte in die hessische Neonazi-Szene reichen.

Von Uwe Müller, Andrej Hock | DIE WELT

Mike Sawallich, 38 Jahre, kurz geschorene Haare mit Hitlerscheitel, ist auf Facebook nicht gerade mitteilungsbedürftig. Aber ab und an aktualisiert er sein Titelfoto. Für gut einen Tag gab es nun ein neues Motiv auf der Seite des bekennenden Neonazis. Eins, das empörte.

Es stammt aus Sawallichs Jugendzeit. Darauf posiert er Arm in Arm mit einem Mann, der etwas kleiner und fülliger ist und ein Basecap trägt. Beide machen einen vertrauten Eindruck und lächeln entspannt in die Kamera. Seit knapp einer Woche kennt die ganze Bundesrepublik diesen Mann: Es ist Stephan E., 45, der laut Generalbundesanwalt dringend verdächtig ist, den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) „heimtückisch durch einen Kopfschuss getötet zu haben“.

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Zu katholisch für diese Welt?

Andrea Nahles (links) und Annegret Kramp-Karrenbauer (rechts) als satirischer Umzugswagen am Rosenmontag 2019 in Düsseldorf. Bild: EPA
Andrea Nahles und Annegret Kramp-Karrenbauer sind Katholikinnen. Haben ihre Schwierigkeiten in der Politik auch damit zu tun? Eine Analyse.

Von Markus Wehner | Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Ich habe mich in der SPD eher in der Gefolgschaft von Jesus Christus wiedergefunden“, hat Andrea Nahles vor einigen Jahren in einem Interview gesagt. „Ich hätte mir vorstellen können, selbst Priesterin zu werden.“ Das sagte Annegret Kramp-Karrenbauer vor einem Jahr der Zeitschrift „Christ und Welt“. Für beide Politikerinnen spielt der katholische Glaube in ihrem Leben eine große Rolle. Die eine ist nach einer jahrzehntelangen Karriere in der SPD gerade als Partei- und Fraktionsvorsitzende zurückgetreten und zieht sich, wie es scheint, ganz aus der Politik zurück.

Die andere ist gerade einmal ein halbes Jahr CDU-Vorsitzende und hat schon mit einer Krise in diesem Amt zu kämpfen. Haben die Schwierigkeiten im politischen Geschäft, hat die Ablehnung, die beide Frauen in der Öffentlichkeit erfahren, etwas mit ihrem Katholisch-Sein zu tun? Haben es Katholiken schwerer in den Top-Positionen der Politik?

Die Fragen scheinen gewagt. Denn Politik und Religion, oder Konfession, sind anscheinend nicht mehr wichtig für die Politik. Zumindest sind sie es nicht im früheren Sinne, als Katholiken CDU wählten und in der SPD die Protestanten dominierten. Heute gibt es nur noch wenige Anlässe, wie etwa der Evangelische Kirchentag, an dem Politiker über Religion und Glauben sprechen.

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Erster Halbleiter-Kristall in Spiralform

Für ein anorganisches Material extrem ungewöhnlich ist die Spiralstruktur dieses Germaniumsulfid-Kristalls. © UC Berkeley/ Yin Liu
Vielversprechender Durchbruch: Forschern ist es erstmals gelungen, einen Halbleiter-Kristall in Spiralform zu züchten. Er besteht aus unzähligen gegeneinander verdrehten Einzelschichten – ähnlich einen verdrehten Kartenstapel. Das Spannende daran: Solche winkelig aufeinander liegenden Materialschichten können ganz neue optische, thermische und elektronische Eigenschaften entwickeln, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

scinexx

Viele Feststoffe verdanken ihre besonderen Eigenschaften ihrer Struktur – sie sind Kristalle. Ihr geordnetes Teilchengitter macht einige Kristalle zu Halbleitern, andere brechen das Licht auf spezielle Weise, wirken als „Tarnkappe“ oder werden zu Supraleitern. Nach aktuellen Schätzungen könnte sogar ein Viertel aller Feststoffe ein solches exotisches Verhalten zeigen. Zu ihnen gehört auch das „2D-Material“ Graphen, dessen ultradünne Schichten zum Supraleiter werden, wenn man sie in einem bestimmten Winkel gegeneinander verdreht.

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Wegen Homo-Ehe: US-Jesuitenschule nicht mehr „katholisch“

Bild: bpb.de
Weil eine Lehrkraft in einer gleichgeschlechtlichen Ehe lebt, sollte eine US-Jesuitenschule die Person entlassen – so wollte es das zuständige Erzbistum Indianapolis. Da die Schule sich weigerte, wurde ihr jetzt die offizielle Anerkennung entzogen.

katholisch.de

Eine US-Jesuitenschule darf sich nicht mehr „katholisch“ nennen, weil sie einen Lehrer beschäftigt, der in einer gleichgeschlechtlichen Ehe lebt. Per Dekret hat der Erzbischof von Indianapolis, Charles Thompson, der „Jesuit Preparatory School“ in Indianapolis am Freitag die offizielle Anerkennung entzogen, wie die Diözese mitteilte. Das gelte so lange, bis die Schule wieder „das Verlangen“ zeige, im Einklang mit Lehre und Pastoral der Kirche zu arbeiten. Der Jesuitenorden kündigte laut verschiedenen Medienberichten bereits am Donnerstag an, die Entscheidung anzufechten und dabei wenn nötig auch den Vatikan einzuschalten.

Grund für den Disput zwischen Jesuiten und Erzbistum ist der Fall einer Lehrkraft an der Schule. Die in den Mitteilungen nicht näher bestimmte Person war vor zwei Jahren eine gleichgeschlechtliche Ehe eingegangen.

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Extreme Hitze in der nächsten Woche

Nächste Woche rollt eine Hitzewelle über Deutschland. Bild: dpa
Am Wochenende ist die letzte Chance zum Durchschnaufen. Denn aus der Sahara kommen extreme Temperaturen nach Deutschland. Sogar die 40-Grad-Marke könnte fallen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Es wird heiß und heißer. Nächste Woche rollt eine Hitzewelle auf Deutschland zu, „die durchaus als extrem bezeichnet werden kann“, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Freitag ankündigte. „Gefühlt“ wird es Mitte der Woche überall außer an der Küste über 38 Grad heiß – zusammen mit einer hohen UV-Belastung dürften Warnschwellen überschritten werden.

Verantwortlich ist ein ausgeprägtes Tief über dem westlichen Atlantik, das laut DWD ungewöhnlich weit südlich liegt. Auf der Ostseite dieses Tiefs strömt heiße Luft aus der Sahara über das westliche Mittelmeer nach Norden. Nach den kleineren Hitzewellen im Osten kommt dank dieser Wetterlage die erste bundesweite Hitzewelle auf Deutschland zu.

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„Verharmlosung von Satanismus“: Petition gegen TV-Serie „Good Omens“

Bild: © picture alliance / empics
Eine religiöse Organisation hat eine Petition gegen die Serie „Good Omens“ gestartet. Sie kritisiert, dass die Satire Satanismus verharmlose und Gottes Weisheit verspotte. Doch leider schickte sie die Unterschriften an den falschen Streamingdienst.

katholisch.de

Eine von der US-amerikanischen Organisation „Return to Order“ initiierte Petition gegen die Serie „Good Omens“ hat binnen kurzer Zeit über 20.000 Unterschriften gesammelt. Mit der Petition wolle man erreichen, dass die Serie aus dem Programm genommen wird, weil sie „Satanismus als normal, mild und zulässig“ darstelle, heißt es auf der Website der katholischen Organisation. Außerdem könne man nicht akzeptieren, dass Gott von einer Frau gesprochen werde.

Die Serie ist eine Adaption der erfolgreichen Apokalypsen-Satire „Good Omens“ („Ein gutes Omen“) von Terry Pratchett und Neil Gaiman, die im Jahr 1990 erschienen ist. Darin geht es um den Engel Erziraphael und den Dämonen Crowley, die als Botschafter von Gut bzw. Böse auf Erden leben.

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