Der Islam und die Linke


Die Linke tut es sich äußerst schwer mit dem Islam. Grund hierbei ist die Abstraktion von der Religion und der perspektivischen Hoffnungslosigkeit im Kampf gegen Rechte.

Elisa Nowak | derFreitag/Blog

Die Linke ist in einem Dilemma. Ihr liberaler Progressivismus hat sie in eine Sackgasse manövriert, wenn es um die Frage des Islam geht. Man möchte ihnen am liebsten die tröstende Schulter reichen, wenn es sich wieder die Frage auftut, ab wann etwas beispielsweise „islamophob“ ist und ab wann nicht. Das Kernproblem ist die aufoktroyierte Identitätspolitik auf das zu schützende Subjekt. Die muslimischen Flüchtlinge werden von den reaktionären, progressiven und identitätsstiftenden Linken über ihr Muslimsein definiert und behandelt. Dadurch entwickelt sich das widersprüchliche Problem, dass einerseits der Islam liberalisiert betrachtet werden muss und andererseits der muslimische Flüchtlingen gar keine andere Möglichkeit hat, als sich dieser Deutung zu beugen. Natürlich ist das Frauenbild des Islam und der autoritären Rechten näher als ihnen lieb scheint. Die Sexualisierung der Frau* respektive deren Ermächtigung ist ein geübtes Instrument jedweder patriarchaler Strukturen. Die reaktionäre Linke steht für das Selbstbestimmungsrecht der weißen Frau* ein, doch verteidigt gleichzeitig die patriarchalen Instrumente der Islamistinnen. Die „Kopftuch-Debatte“ steht dabei kontrovers im Mittelpunkt einer jeden Diskussion der Linken. Das Kopftuch ist ein Herrschaftsinstrument des Islam, in der die Männer die Kontrolle über die Frauen ausüben und direkt in ihre Entwicklung, Entscheidung und Lebensweise eingreifen Diese Form der Unterdrückung und Kontrolle als „selbstbestimmte Entscheidung“ zu klassifizieren, ignoriert die Gesetze des dialektischen Materialismus.

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