SUVs: Botschaft von Rücksichtslosigkeit, Herrschsucht und vermeintlicher Überlegenheit


Trend zu den den überdimensionierten und übermotorisierten Spritfressern ist trotz ausgerufener Verkehrswende immer noch ungebrochen

Detlef zum Winkel | TELEPOLIS

Die Klimadebatte hat Fahrt aufgenommen. CO2-Steuer, Kohleausstieg, E-Mobilität, Verkehrswende, fleischarme Ernährung, Einhaltung der Abkommen von Tokio und Paris – die Bewegung Fridays For Future hat dafür gesorgt, dass diese Themen an die Spitze des öffentlichen Interesses gerückt sind. Die Politik lässt sich inzwischen dazu herab, das Anliegen des Klimaschutzes als berechtigt anzuerkennen. Die Aktivistin Anna beäugt das Ergebnis auf der Webseite von FFF: #6MonateNixPassiert. Also streiken die Jugendlichen weiter.

In dieser durch die Sommersonne weiter aufgeheizten Situation übertreffen sich Parteien und Unternehmen mit Ankündigungen, wie sie die Zukunft nun aber wirklich umweltfreundlicher gestalten wollen. Aber am Status Quo wollen sie nichts ändern. FFF hat recht: nix passiert.

So versucht VW-Chef Herbert Diess etwa die TV-Gemeinde zu beeindrucken. 30 Milliarden – man stelle sich vor: 30 Milliarden! – will VW in die Produktion von Elektroautos investieren. Auf jeden kritischen Einwand hat er eine imponierende Antwort: Da haben wir ein Projekt, dort machen wir schon was, dann gehen wir 2020 in die Vollen. Nur der Ist-Zustand – keine Hardware-Nachrüstungen für Diesel, kein Abbau der steuerlichen Vergünstigungen, keine Geschwindigkeitsbegrenzungen -, der ist halt so und übrigens gar nicht mal so schlecht, findet Diess.

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