Lucrezia Borgia: Papsttochter – und Giftmischerin?


Bild: © picture alliance/Mary Evans Picture Library
Ob Intrigantin, Ehebrecherin oder Giftmischerin: Die Nachwelt hat es nicht gut gemeint mit Renaissancefürstin Lucrezia Borgia. Doch Historiker verweisen vieles davon ins Reich der Legende. Vor 500 Jahren ist sie gestorben.

Von Andreas Laska | katholisch.de

Alexandre Dumas machte sie zur Romanheldin, Victor Hugo brachte sie auf die Theaterbühne, und Gaetano Donizetti verdankt ihr einen seiner Opernerfolge. Sie ist Hauptfigur von Filmen und TV-Serien, sogar in einem Computerspiel taucht sie auf. Lucrezia Borgia, die Papsttochter und Renaissancefürstin, die vor einem halben Jahrtausend, am 24. Juni 1519, im Alter von nur 39 Jahren an Kindbettfieber starb.

Ob Roman, Oper oder Film – nirgendwo kommt Lucrezia gut weg. Sie wird als Femme fatale dargestellt, als blutschänderische Ehebrecherin und machtbesessene Giftmischerin, die – wenn auch aus Versehen – selbst den eigenen unehelichen Sohn ins Jenseits befördert. Heutige Historiker freilich zeichnen ein anderes Bild: „Lucrezia wurde in eine der dramatischsten und bis heute faszinierendsten Epochen der italienischen und europäischen Geschichte geboren“, schreibt Friederike Hausmann in ihrer neuen Biografie der Herrscherin. Auch wenn sie lange Jahre in Rom im Zentrum der Macht gelebt habe, sei sie letztlich doch nur eine Randfigur gewesen, ein Spielball jener Mächte, die sich damals in Italien um die Vorherrschaft stritten.

weiterlesen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.