CRISPR-Sets für zu Hause: Wie Biohacker ihre DNA verändern wollen


foto: imago Neil Harbisson, der erste offiziell anerkannte Cyborg der Menschheitsgeschichte.
Josiah Zayner, seines Zeichens kotessender Selbstinszenierer, gilt als neuer Rockstar der Szene. Die österreichische Community wirkt durchaus bedachter

Fabian Sommavilla | derStandard.at

Es wäre wohl eine Untertreibung zu behaupten, dass die berühmtesten Akteurinnen und Akteure der Biohacker-Szene umstrittene Persönlichkeiten sind. Manche sehen in ihnen gar moderne Freaks. Skurrile Kleidung, Frisuren oder Piercings tragen zu diesem Eindruck bei. Wer wie der von Geburt an farbenblinde Neil Harbisson mit einer implantierten Antenne im Schädel herumläuft, um mittels Farbsensor, Kopfhörer und Mikrochip Farbfrequenzen in hörbare Frequenzen umzuwandeln, darf sich darüber vielleicht nicht wundern. Harbisson wird von den britischen Behörden seit 2010 offiziell als erster Cyborg der Welt anerkannt.

Tatsächlich scheint es letztlich aber eine Interpretationsfrage zu sein, wo die „normale“ Modifikation des menschlichen Körpers beginnt und wo die abnormale, groteske und mitunter ethisch fragwürdige Manipulation beginnt.

Upgrades für den Körper

Wenn US-Biohacker von Modifikation sprechen, meinen sie in erster Linie Verbesserungen oder Upgrades ihrer Körper – außerhalb geordneter Institutionen und klassischer Labore, wo durchaus in einer gewissen Regelmäßigkeit mit verändertem Genmaterial bereits experimentiert und gearbeitet wird.

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