De Maiziere und Gysi: Christentum gesellschaftlich wichtig

Ich nehme erstlich folgenden Satz als einen keines Beweises benötigten Grundsatz an: alles, was außer dem guten Lebenswandel der Mensch noch tun zu können vermeint, um Gott wohlgefällig zu werden, ist bloßer Religionswahn und Afterdienst Gottes.Kant, Werke Bd.7, Darmstadt 1968, S.842

Die Kirchen sind weiterhin prägende gesellschaftliche Größen, so Thomas de Maiziere. Gregor Gysi pflichtet ihm bei.

Josef Bordat | Die Tagespost

Der frühere Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) sieht die Kirchen trotz sinkender Mitgliederzahlen weiter als gesellschaftlich prägende Größe. „Religion hat eine Bedeutung für die Wertbindung und Wertbildung – und zwar weit über die Kirchenmitglieder hinaus,“ sagte de Maiziere am Dienstagabend in Leipzig. „Das christlich-kulturelle Erbe prägt unser Land und ich sehe nicht, dass wir dort aussteigen sollten oder wollen.“ Starke Religionsgemeinschaften und Kirchen seien eine „Entlastung“ für staatliches Handeln, so der bekennende evangelische Christ.

Ohne Bergpredigt keine allgemeinverbindliche Moral

Der Linken-Politiker Gregor Gysi pflichtete ihm bei: „Ohne die Bergpredigt hätten wir gar keine allgemeinverbindliche Moral. Ob man sie nun einhält oder nicht.“ Er betonte, dass er nicht in einer religionslosen Gesellschaft leben wolle, auch wenn er selbst nicht an Gott glaube, so Gysi. „Ja, die Zahl der Kirchenmitglieder nimmt ab, aber ich glaube, nicht die Zahl der Gläubigen.“ Er finde es überdies wichtig, dass gegenwärtig jemand wie Papst Franziskus Kirchenoberhaupt sei: „Er erinnert authentisch an die Ursprünge des Christentums.“

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„Munaqabba“ Ausstellung in Ehrenfeld: „Nichts anderes als eine rechtsradikale Subkultur“

Susanne Schröter, Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam und Mitglied des Hessischen Präventionsnetzwerks gegen Salafismus. Bild: report k
Es geht hoch her im Atelierzentrum Ehrenfeld, wo noch bis Ende der Woche die Ausstellung „Munaqabba – über Frauen in Vollverschleierung in Deutschland“ läuft. Nicht nur Frauen mit muslimischem Migrationshintergrund legten massiven Protest ein. Fotografin Selina Pfrüner erhält mittlerweile Drohungen. Wie sehen unabhängige Islamexperten das Ausstellungsprojekt? Wir fragten Susanne Schröter, Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam und Mitglied des Hessischen Präventionsnetzwerks gegen Salafismus.

Interview Stephanie Sellier | report-K

Frau Professor Schröter, verstehen Sie die Kritiker der Ausstellung, darunter vor allem Frauen mit muslimischem Migrationshintergrund?
Ich verstehe die Kritik absolut und teile sie auch. Die Vollverschleierung steht für einen extrem frauenfeindlichen politischen Islam, der in der Ausstellung verharmlost wird. Gerade Frauen aus Ländern, in denen islamische Normen herrschen und all diejenigen, die sich der Zwangsverschleierung nicht beugen, erheblicher Repression ausgesetzt sind, müssen eine solche Ausstellung als Affront empfinden.

Laut der Fotografin verschleiern sich alle porträtierten Frauen freiwillig. Sind Ihnen Fälle aus Deutschland bekannt, in denen Frauen zur Vollverschleierung gezwungen werden? Wie repräsentativ ist die Ausstellung?
Ich gehe auch davon aus, dass sich die meisten Frauen, die in Deutschland einen Gesichtsschleier tragen, aus eigenem Antrieb dazu entschlossen haben. Es handelt sich um Salafistinnen, die dadurch ihre Gesinnung demonstrieren möchten.

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Immer noch großes Schweigen im Weltraum

Bild: seti.berkeley.edu
Auch die bislang aufwändigste Suche nach Signalen von Extraterrestrischen fand bislang keine Spur

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Seit Jahrzehnten durchsuchen SETI-Wissenschaftler Radiowellen aller Art, um auf ein außergewöhnliches Signal zu stoßen, das nicht natürlich ist und nicht von der Erde stammt. 1977 hatte man mit dem „Big Ear“-Radioteleskop ein interessantes Signal aus der Richtung des Sternbilds Schütze aufgezeichnet. Der Astronom Jerry Ehman war der erste, der das bislang stärkste Schmalband-Signal auf dem Ausdruck entdeckte und „Wow“ daneben schrieb.

Erklärt wurde es letztlich 40 Jahre später, Ehman hatte es Reflexion eines Weltraumschrottstücks gedeutet, als Signal, das von Kometen stammte. Damit blieb vorerst das einzige Signal, das vielversprechend aussah, eine Enttäuschung – und die extraterrestrischen intelligenten Kulturen waren weiterhin eine Imagination oder ein unauffindbares Produkt der Wahrscheinlichkeit (Historisches SETI-Signal ohne Kosmogramm).

2015 gründeten Yuri and Julia Milner die Breakthrough Initiativen zur Erforschung des Weltraums und der Suche nach extraterrestischem Leben (Yuri Milner ist Gründer von Mail.ru). 2016 statteten die beiden das Programm Breakthrough Listen mit 100 Millionen US-Dollar aus, um 10 Jahr lang die nächsten eine Million Sterne und die nächsten 100 Galaxien im Ukreis von 160 Lichtjahren von der Erde nach optischen und Radiosignalen abzusuchen, die auf intelligentes Leben hindeuten können.

Nach drei Jahren hat das beteiligte internationale Team unter der Leitung von Wissenschaftlern der University of California Berkeley Berichte der bislang umfangreichsten Suche vorgelegt. Die Daten, 219 Pentabytes an Information, gewonnen durch Beobachtungen mit dem Green Bank Radio Telescope (GBT) in West Virginia und dem australischen Parkes Radio Telescope, wurden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Abgehört wurden 1327 Sterne.

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Asteroid That’s 3 Times As Long As a Football Field Will Whiz by Earth Thursday

(Image: © Shutterstock)
Summer is the season for tourists, and that includes a cosmic traveler — one that’s three times the length of a football field — that’s expected to visit Earth’s neighborhood later this week.

By Laura Geggel | SPACE.com

We’re using the term „neighborhood“ loosely here; the heavenly tourist (yes, it’s an asteroid), known as 2008 KV2, is expected to zip by at a distance of about 4.2 million miles (6.7 million kilometers) from Earth on Thursday (June 27). But even though this visitor will be far away, the event’s still notable; it’s not every day that such a big space rock hurtles by our planet.

To put 2008 KV2’s distance from Earth into perspective, the moon is about 238,900 miles (384,400 km) away from us, and the asteroid will be more than 17 times that distance.

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Verfassungsschutzbericht: Zahl der Islamisten auf 26.560 gestiegen

Der Zahl der Islamisten ist laut einem Zeitungsbericht im vergangenen Jahr weiter gestiegen, im Vergleich zum Vorjahr von 25.810 auf 26.560 Personen. Das Kölner Bundesamt für Verfassungsschutz warnt in seinem aktuellen Jahresbericht,

evangelisch.de

Deutschland stehe „unverändert im Zielspektrum“ von dschihadistischen Organisationen, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag) berichten. Sowohl für das Bundesgebiet als auch für deutsche Interessen in verschiedenen Regionen der Welt bestehe „eine anhaltend hohe Gefährdung“. Die Sicherheitsbehörden hätten 2018 „eine Reihe von Anschlagsplanungen in unterschiedlichen Vorbereitungsstadien“ aufgedeckt, heißt es in dem Jahresbericht weiter, der am Donnerstag in Berlin vorgestellt wird.

Zwar wurde die Mehrzahl der Terrorattacken der vergangenen Jahre in Deutschland laut Bericht von Einzeltätern begangen. Doch fast immer erhielten sie bei Planung und Vorbereitung ihrer Taten Beratung und Unterstützung durch Terrororganisationen im Ausland, wie es hieß. Selbst „komplexe Anschläge“ wie im November 2015 in Paris könnten „nicht ausgeschlossen werden“.

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Japan nimmt kommerziellen Walfang wieder auf

Zahlreiche Walarten stehen in Japan auf der Abschussliste – REUTERS
Ab 1. Juli dürfen Wale in Japan kommerziell gejagt werden. Die Meeresschutzorganisation OceanCare übt scharfe Kritik und erwartet sich Reaktion von der internationaler Staatengemeinschaft.

Die Presse.com

Nach 68 Jahren tritt Japan aus der Internationalen Walfangkommission (IWC) aus. Mit 1. Juli gibt die Regierung grünes Licht für die Wiederaufnahme kommerzieller Walfangaktivitäten und widersetzt sich dem Walfangmoratorium, einem internationalen Verbot der kommerziellen Jagd auf Großwale. „Japan harpuniert Wale und mit dazu die Walfangkommission“, kritisierte Nicolas Entrup von der NGO OceanCare.

„Jetzt wird sich zeigen, welchen Stellenwert der Walschutz für die internationale Staatengemeinschaft hat. Wir erwarten uns ein erstes klares Signal am G20-Gipfel, der diese Woche in Osaka, Japan, beginnt“, meinte Entrup am Mittwoch.

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USA: „Schockierende Bereitschaft, das Töten von Zivilisten eines Gegners zu befürworten“

Bild: TP
Nach einer Umfrage spricht sich ein Drittel der Amerikaner für Präventivschläge, auch nukleare, gegen Nordkorea aus, Trump-Anhänger stehen besonders auf „militärische Lösungen“

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Die Amerikaner waren die ersten und einzigen, die am Ende des Krieges, militärisch kaum begründbar Atombomben als Massenvernichtungswaffen einsetzten und 150.000 Menschen oder mehr mit den Angriffen auf Hiroshima und Nagasaki töteten. Das hat in den USA nicht zu größeren Reflexionen geführt, sondern nur zu Rechtfertigungen (Die US-Legende über Hiroshima und Nagasaki), zu einer Entschuldigung sieht man sich auch Jahrzehnte nicht in der Lage, auch wenn zuletzt Barack Obama immerhin 2016 als erster amerikanischer Präsident zur Teilnahme an der Gedenkfeier Hiroshima besucht hatte – mit dabei hatte Obama den „Fußball“, also den Koffer, den ein Adjutant auf Reisen stets in seiner Nähe bei sich hat, um Atomwaffen einzusetzen (Was will US-Präsident Obama in Hiroshima demonstrieren?).

Eine Umfrage, die YouGov für das Bulletin of the Atomic Scientists im Februar durchgeführt hat, erkundete die Einstellung der Amerikaner zum Einsatz von Atomwaffen gegenüber Nordkorea. Ausgangspunkt der Studie war für die Wissenschaftler Alida R. Haworth, Scott D. Sagan und Benjamin A. Valentino die Androhung von US-Präsident Donald Trump, Nordkorea – mit Atomwaffen – zu vernichten, wie er das gerade wieder gegenüber dem Iran hat, nachdem er erst einmal eine Bombardierung von iranischen Zielen als Reaktion auf den Abschuss einer Drohne unterbunden hat.

Im Fall von Nordkorea traf sich Trump mit Kim Jong-un, es kam zu einer Verbrüderung, aber Verhandlungen wurden dann wieder im Februar abgebrochen. Die Nordkoreaner machten dafür das „Gangster-ähnliche Verhalten“ von Pompeo und seinem Team verantwortlich. Die Nordkoreaner feuerten im Mai wieder Raketen ab, mit denen sich auch US-Stützpunkte angreifen ließen, Trump hielt an seinem Versöhnungskurs fest, während von Bolton und anderen aus dem Weißen Haus wieder schärfere Töne anschlugen. Die Amerikaner, so die Wissenschaftler, sind über die ambivalente Position der US-Regierung verwirrt, ob Nordkorea nun eine Bedrohung ist oder nicht. Das nahmen sie zum Ausgangspunkt, um zu prüfen, ob die Amerikaner unter diesen Bedingungen den Einsatz militärischer Gewalt und auch von Atomwaffen befürworten würden.

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AfD-Politiker lädt katholische Bischöfe zum Gespräch ein — DBK weiß von nichts

Logo der Alternative für Deutschland (AfD) © Markus Scholz (dpa)
Der Bundesvorsitzende der „Christen in der AfD“, Joachim Kuhs, hat die katholischen deutschen Bischöfe zum Gespräch eingeladen. Die Deutsche Bischofskonferenz erklärte auf Anfrage, ihr liege keine Einladung zu einem Gespräch vor.

DOMRADIO.DE

Der Bundesvorsitzende der „Christen in der AfD“, Joachim Kuhs, hat die katholischen deutschen Bischöfe zu einem Dialog mit seiner Vereinigung eingeladen. „Die AfD steht auf dem Boden der freiheitlichen demokratischen Grundordnung“, erklärte er am Mittwoch in Berlin: „Sie achtet vollumfänglich die Würde aller Menschen, und jeder Christ in der AfD übt sich persönlich und im Rahmen seiner Möglichkeiten zur Gottes-und Nächstenliebe.“ Eine Pflicht, sich um den „Fernsten zu kümmern“, wie die Bischöfe sie in ihrer neuen Arbeitshilfe zu Populismus in das Gleichnis vom barmherzigen Samariter hineininterpretierten, könne er jedoch nicht erkennen.

Die Deutsche Bischofskonferenz erklärte auf Anfrage, ihr liege keine Einladung zu einem Gespräch vor. Pressesprecher Matthias Kopp hatte am Dienstag erklärt, Spitzengespräche wie mit den übrigen Parteien gebe es mit der AfD oder den „Christen in der AfD“ nicht.

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Schwimmende Solar-Inseln liefern Strom und Treibstoff

Statt Hochspannungsleitungen zu bauen, könnten Energiequellen auf See und an Land angezapft werden. Konzepte dafür werden erprobt Quelle: TenneT
Auf künstlichen Solarinseln könnte genügend Energie produziert werden, um damit den gesamten Güterverkehr der Welt CO2-neutral abzuwickeln. Die Gewinnung auf dem Meer macht auch aus einem anderen Grund ziemlich viel Sinn. Ein möglicher Prototyp liegt mitten in der Nordsee

Von Norbert Lossau | DIE WELT

Mitten in der Nordsee, rund 100 Kilometer von der britischen Ostküste und 125 Kilometer von der dänischen Westküste entfernt, gibt es eine ausgedehnte Sandbank. „Doggerland“ liegt nur zwischen 13 und 30 Meter unter der Wasseroberfläche.

Diverse Firmen im Windenergie-Geschäft haben ein Auge auf diese Sandbank geworfen. Hier ließe sich mit vertretbarem technischen Aufwand eine künstliche Insel errichten, auf der dann nicht nur Windkraftanlagen, sondern zugleich elektrische Anlagen wie Transformatoren und Umrichter betrieben werden könnten. Zugleich könnte diese Insel als Verteilerkreuz für Windstrom aus Tausenden von Windrädern in der Nordsee dienen.

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Verbot von Konversionstherapien – Katholen berufen sich u.a. auf die Religionsfreiheit

Bild: bpb.de
IEF sieht in SPÖ-Fristsetzungsantrag sachliche Mängel und fordert klare Grenzziehung – Pauschal-Verbot gefährdet individuelle Autonomie, Therapie- und Religionsfreiheit sowie sexuelle Selbstbestimmung

kath.net

Das Institut für Ehe und Familie (IEF) warnt eindringlich vor einem zu weit gefassten Verbot von sogenannten „Konversionstherapien“. Ein nicht ausreichend abgegrenztes Verbot zu Recht verpönter Maßnahmen könnte gleichzeitig die Therapiefreiheit, die sexuelle Selbstbestimmung der Menschen wie auch das Recht auf freie Religionsausübung in schwerem Maße gefährden. Diese Abgrenzung lässt der derzeit im Parlament diskutierte Entschließungsantrag jedoch vermissen, erklärte das Fachinstitut der katholischen Bischofskonferenz am Dienstag in einer Stellungnahme.

Der Nationalrat stimmt am 2. Juli darüber ab, ob in Österreich künftig alle durch Therapeuten, Helfer oder Laien durchgeführten Versuche der Veränderung homosexueller Orientierung von Minderjährigen in asexuelles oder heterosexuelles Verhalten verboten werden sollen. Einen entsprechenden Fristsetzungsantrag hatte am 13. Juni SPÖ-Gleichbehandlungssprecher Mario Lindner eingebracht, unter Zustimmung u.a. auch der ÖVP.

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Neue Spur zum mutmaßlich rechtsextremen Polizei-Netzwerk

Rechtsextremes Netzwerk in der hessischen Polizei? Die Ermittler haben offenbar eine neue Spur (Symbolbild). Bild: dpa
Im Falle des mutmaßlich rechtsextremen Netzwerks innerhalb der hessischen Polizei gibt es offenbar eine neue Wendung. Ein Beamter wurde vorläufig festgenommen.

Von Katharina Iskandar | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Im Fall des mutmaßlich rechtsextremen Netzwerks innerhalb der hessischen Polizei gibt es offenbar eine neue Spur. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist ein Verdächtiger vorläufig festgenommen worden. Der Mann, der zu der Gruppe jener Frankfurter Beamten gehören soll, die sich über einen Chat rechtsextreme Inhalte zugeschickt haben sollen, wurde dem Vernehmen nach erkennungsdienstlich behandelt. Anschließend wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt.

Zudem wurde seine Wohnung per richterlichem Beschluss durchsucht, mehrere Datenträger wurden sichergestellt.

Was für die Ermittler ausschlaggebend war, den Verdächtigen in Gewahrsam zu nehmen, ob möglicherweise der Fall Lübcke eine Rolle spielt, blieb zunächst unklar. Wie berichtet, war der Verdacht gegen die fünf Frankfurter Beamten schon Ende vergangenen Jahres aufgekommen, als bekannt geworden war, dass sich mehrere Polizisten rechtsextreme Inhalte zugeschickt hatten. Die Spur führte ins 1. Polizeirevier in Frankfurt.

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Kardinal Burke distanziert sich von Steve Bannon

Bild: © KNA
US-Rechtspopulist Steve Bannon wollte in einer Abtei unweit Roms eine politische Kaderschmiede zur Verteidigung des christlichen Abendlands errichten. Jetzt rückt mit Kardinal Raymond Burke ein prominenter Unterstützer von ihm ab.

katholisch.de

Die von Steve Bannon geplante katholische Populisten-Akademie im ehemaligen italienischen Kloster Trisulti verliert einen zentralen Verbündeten. US-Kardinal Raymond Leo Burke legte am Dienstag den Ehrenvorsitz im Trägerverein „Dignitatis Humanae Institute“ (DHI) nieder und kündigte seine Mitwirkung auf. Zugleich distanzierte sich Burke in einer Erklärung von dem US-amerikanischen Rechtspopulisten Bannon, der in der mittelalterlichen Abtei unweit Roms eine politische Kaderschmiede zur Verteidigung des christlichen Abendlands errichten will.

Auslöser für Burkes Abkehr vom DHI war nach seinen Angaben die Unterstützung Bannons für ein Filmprojekt, das von einer homosexuellen Subkultur im Vatikan handeln soll. Burke, der dem konservativen Lager innerhalb der Kirche zugerechnet wird, distanzierte sich sowohl von diesem Vorhaben als auch von „einer Reihe von Statements Bannons zur Lehre und Disziplin der römisch-katholischen Kirche“.

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Geld statt Staat? Wie Trump den aussichtslosesten aller Konflikte lösen will

Palästinensische Kinder stehen in einem ärmlichen Viertel im Gazastreifen hinter einem Zaun. (Bild: Majdi Fathi / Imago)
Mit viel Getöse wurde der Nahostplan von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner angekündigt. Seine zentrale Annahme – Frieden durch Wachstum und Wohlstand – ist allerdings völlig losgelöst von der Realität. Die Palästinenser brauchen nicht bloss Geld, sie brauchen einen ehrlichen Vermittler.

Daniel Steinvorth | Neue Zürcher Zeitung

Diese Konferenz hätte einen Kontrapunkt setzen können zu den vielen Krisen im Nahen Osten, zu der drohenden militärischen Konfrontation zwischen den USA und Iran, zu den Kämpfen in Syrien und Jemen. Immerhin versprachen die Veranstalter nicht weniger als den «ultimativen Deal» zur Lösung des aussichtslosesten aller Konflikte – des israelisch-palästinensischen. Zwei Jahre nahmen sich der Schwiegersohn von Donald Trump, Jared Kushner, der Anwalt von Trumps Firmenimperium, Jason Greenblatt, und der amerikanische Botschafter in Israel, David Friedman, für die Initiative Zeit. Doch je näher der Termin ihrer «Friedenskonferenz» von Bahrain rückte, desto fragwürdiger erschien ihr Versprechen. Dass sich das Trio zuletzt in Bescheidenheit übte und die Konferenz zu einem «Workshop» herunterstufte, zeugte da schon von etwas mehr Klarsicht.

Was also steckt hinter dem Plan von Kushner und Co? Zusammengefasst, ist es die Idee, die Priorität auf die wirtschaftliche Entwicklung und nicht länger auf die Regelung der politischen Fragen zu legen. Anstatt sich über die Grenzen eines künftigen palästinensischen Staates (wenn es diesen überhaupt geben soll), über den Status Jerusalems, das Rückkehrrecht von Flüchtlingen und die israelischen Siedlungen zu verständigen, solle man erst einmal massiv in die Infrastruktur und Industrie in den palästinensischen Gebieten investieren. Der Schlüssel zum Frieden liege in der Verbesserung der Lebensbedingungen der Palästinenser, so die Annahme.

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Berliner Senat sieht Start von Islam-Institut sichergestellt — Beginn zum Wintersemester

Frau mit Kopftuch geht an der Humboldt-Universität an der Straße Unter den Linden in Berlin vorbei © Wolfgang Kumm (dpa)
Das neue Institut für Islamische Theologie an der Berliner Humboldt-Universität kann voraussichtlich zum kommenden Wintersemester seinen Lehrbetrieb aufnehmen.

DOMRADIO.DE

Der Berliner Senat rechnet damit, dass die laufenden Berufungsverfahren für fünf Professuren bis dahin abgeschlossen werden, wie Wissenschafts-Staatssekretär Steffen Krach (SPD) nach einer Anfrage aus dem Abgeordnetenhaus erklärte. Wenn eine Professur bis dahin nicht besetzt werden könne, sei „deren angemessene Vertretung sichergestellt“, erklärte er in seiner am Mittwoch veröffentlichten Antwort.

Die einzelnen Berufungsverfahren sind laut Krach in einem unterschiedlichem Stadium. Abschließend muss der Beirat des Instituts seine Zustimmung zur jeweiligen Berufung erteilen. Die Besetzung des Gremiums durch Vertreter nur konservativer muslimischer Verbände ist umstritten. So steht die Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands in der Kritik, da nach Medienberichten einige ihrer Vertreter an einer israelfeindlichen Demonstration teilnahmen.

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Ist mütterlicher Süßstoff-Konsum schlecht fürs Baby?

Nimmt die Mutter Süßstoffe zu sich, bekommt auch das Kind im Mutterleib etwas davon mit. © Janulla/ thinkstock
Schädlicher Zuckerersatz: Künstliche Süßstoffe können über Plazenta und Muttermilch auch in den Körper von Ungeborenen und Babys gelangen – mit spürbaren Folgen. Wie Versuche mit Mäusen enthüllen, beeinflusst der frühe Kontakt mit Zuckerersatzstoffen wie Sucralose und Acesulfam-K den Stoffwechsel und die Darmflora des Nachwuchses. Diese Veränderungen scheinen unter anderem die Leberfunktion zu beeinträchtigen und Diabetes fördern zu können.

scinexx

Künstliche Süßstoffe galten ursprünglich als die gesunde Alternative zum kalorienhaltigen Zucker. Doch inzwischen geraten sie zunehmend ins Zwielicht. So zeigen Studien, dass die Zuckerersatzstoffe den Appetit steigern und damit erst recht zu Übergewicht führen können. Zudem gibt es sogar Hinweise darauf, dass Süßstoffe wie Aspartam, Saccharin oder Sucralose die Darmflora und den Stoffwechsel verändern – und damit Erkrankungen wie Diabetes fördern.

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Bischof: Sowjetsoldaten fielen im Krieg wegen ihrer Gottlosigkeit

Bild: © picture alliance / AP Images (Symbolbild)
Millionen Sowjetsoldaten verloren während des Zweiten Weltkriegs ihr Leben. Ein russischer Bischof hat dafür eine merkwürdige Erklärung parat – und erntet umgehend Widerspruch anderer Kirchenvertreter.

katholisch.de

Ein russisch-orthodoxer Bischof hat für den Tod von Millionen sowjetischer Soldaten im Zweiten Weltkrieg deren vermeintlichen Atheismus verantwortlich gemacht. „Hauptsächlich ungetaufte“ junge Männer seien ums Leben gekommen und Opfer ihrer „Gottlosigkeit“ geworden, sagte der Metropolit von Belgorod an der Grenze zur Ukraine, Ioann (58), bei einem Gedenkgottesdienst zum Jahrestag des Angriffs der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion Ende Juni 1941. Den Sieg über Deutschland verdanke die Sowjetunion den getauften Soldaten.

„Es ist klar, dass das nicht ganz stimmt“

Andere Kirchenvertreter widersprachen dem Metropoliten umgehend. „Es ist klar, dass das nicht ganz stimmt“, sagte der Militärbischof Stefan der Nachrichtenagentur RIA (Dienstagabend).

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