De Maiziere und Gysi: Christentum gesellschaftlich wichtig


Ich nehme erstlich folgenden Satz als einen keines Beweises benötigten Grundsatz an: alles, was außer dem guten Lebenswandel der Mensch noch tun zu können vermeint, um Gott wohlgefällig zu werden, ist bloßer Religionswahn und Afterdienst Gottes.Kant, Werke Bd.7, Darmstadt 1968, S.842

Die Kirchen sind weiterhin prägende gesellschaftliche Größen, so Thomas de Maiziere. Gregor Gysi pflichtet ihm bei.

Josef Bordat | Die Tagespost

Der frühere Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) sieht die Kirchen trotz sinkender Mitgliederzahlen weiter als gesellschaftlich prägende Größe. „Religion hat eine Bedeutung für die Wertbindung und Wertbildung – und zwar weit über die Kirchenmitglieder hinaus,“ sagte de Maiziere am Dienstagabend in Leipzig. „Das christlich-kulturelle Erbe prägt unser Land und ich sehe nicht, dass wir dort aussteigen sollten oder wollen.“ Starke Religionsgemeinschaften und Kirchen seien eine „Entlastung“ für staatliches Handeln, so der bekennende evangelische Christ.

Ohne Bergpredigt keine allgemeinverbindliche Moral

Der Linken-Politiker Gregor Gysi pflichtete ihm bei: „Ohne die Bergpredigt hätten wir gar keine allgemeinverbindliche Moral. Ob man sie nun einhält oder nicht.“ Er betonte, dass er nicht in einer religionslosen Gesellschaft leben wolle, auch wenn er selbst nicht an Gott glaube, so Gysi. „Ja, die Zahl der Kirchenmitglieder nimmt ab, aber ich glaube, nicht die Zahl der Gläubigen.“ Er finde es überdies wichtig, dass gegenwärtig jemand wie Papst Franziskus Kirchenoberhaupt sei: „Er erinnert authentisch an die Ursprünge des Christentums.“

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