Verbot von Konversionstherapien – Katholen berufen sich u.a. auf die Religionsfreiheit


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IEF sieht in SPÖ-Fristsetzungsantrag sachliche Mängel und fordert klare Grenzziehung – Pauschal-Verbot gefährdet individuelle Autonomie, Therapie- und Religionsfreiheit sowie sexuelle Selbstbestimmung

kath.net

Das Institut für Ehe und Familie (IEF) warnt eindringlich vor einem zu weit gefassten Verbot von sogenannten „Konversionstherapien“. Ein nicht ausreichend abgegrenztes Verbot zu Recht verpönter Maßnahmen könnte gleichzeitig die Therapiefreiheit, die sexuelle Selbstbestimmung der Menschen wie auch das Recht auf freie Religionsausübung in schwerem Maße gefährden. Diese Abgrenzung lässt der derzeit im Parlament diskutierte Entschließungsantrag jedoch vermissen, erklärte das Fachinstitut der katholischen Bischofskonferenz am Dienstag in einer Stellungnahme.

Der Nationalrat stimmt am 2. Juli darüber ab, ob in Österreich künftig alle durch Therapeuten, Helfer oder Laien durchgeführten Versuche der Veränderung homosexueller Orientierung von Minderjährigen in asexuelles oder heterosexuelles Verhalten verboten werden sollen. Einen entsprechenden Fristsetzungsantrag hatte am 13. Juni SPÖ-Gleichbehandlungssprecher Mario Lindner eingebracht, unter Zustimmung u.a. auch der ÖVP.

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