Mordfall Lübcke: Bundesanwaltschaft beantragt weitere Haftbefehle


Im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat die Bundesanwaltschaft am Donnerstag Haftbefehl wegen des Verdachts der Beihilfe zum Mord gegen zwei deutsche Staatsangehörige beantragt.

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Dem 64-jährige Elmar J. wird vorgeworfen, dem tatverdächtigen Stephan E. im Jahr 2016 die spätere Tatwaffe verkauft zu haben, wie der Generalbundesanwalt am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte. Den Kontakt zwischen beiden soll der 43-jährige Markus H. hergestellt haben.

Beide Beschuldigte, die am Mittwoch festgenommen wurden, sollen von der rechtsextremistischen Gesinnung von Stephan E. gewusst haben und hätten es „billigend in Kauf genommen, dass er die Schusswaffen zu einem politisch motivierten Tötungsverbrechen einsetzen wird“, hieß es weiter. Es gebe jedoch keine Hinweise, dass die beiden von den konkreten Anschlagsplänen wussten oder in diese einbezogen waren.

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