Pestizid vergiftet Singvögel


Tote Goldzeisige – diese Vögel starben nach einem ordnungsgemäßen Einsatz des Neonicotinoids Imidacloprid in Kalifornien. © Krysta Rogers
Unterschätzte Gefahr: Neonicotinoid-Pestizide könnten für Singvögel giftiger sein als bisher angenommen, wie ein Fall aus Kalifornien nun zeigt. Dort führte die sachgemäße Behandlung von Straßenbäumen mit dem Pestizid Imidacloprid zu einem abrupten Massensterben von Goldzeisigen. Die Vögel hatten die mit dem Pestizid getränkten Samen gefressen, die unter den Bäumen lagen – und sich daran vergiftet, wie nun eine Autopsie bestätigt hat.

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Pestizide gelten als eine der Ursachen für den dramatischen Rückgang der Insekten, aber auch der Feld- und Singvögel. Unter Verdacht stehen dabei vor allem die Neonicotinoide, Wirkstoffe, die an Rezeptoren im Nervensystem der Insekten binden und diese dadurch töten. Drei dieser Wirkstoffe, darunter Imidacloprid, sind inzwischen in der EU wegen ihrer Schadwirkung auf Bienen im Freiland verboten. Für Wirbeltiere galten die Neonicotinoide dagegen bisher als wenig giftig.

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