Drama um Sea-Watch polarisiert – Kapitänin verteidigt sich


Die deutsche Kapitänin des Rettungsschiffs «Sea-Watch 3» hat sich nach ihrer Festnahme in Italien verteidigt. (Bild: Guglielmo Mangiapane/Reuters)
Die Festnahme der deutschen «Sea-Watch 3»-Kapitänin Carola Rackete in Italien sorgt in Deutschland für Kritik. Die 31-Jährige verteidigt derweil ihr Vorgehen. Wie es langfristig für das Rettungsschiff weitergeht, ist unklar.

Neue Zürcher Zeitung

Die deutsche Kapitänin des Rettungsschiffs «Sea-Watch 3» hat sich nach ihrer Festnahme in Italien verteidigt. «Die Situation war hoffnungslos. Und mein Ziel war es lediglich, erschöpfte und verzweifelte Menschen an Land zu bringen», sagte die 31-jährige Carola Rackete über ihre Anwälte der italienischen Tageszeitung «Corriere della Sera» (Sonntag). «Ich hatte Angst», sagte die Kapitänin. Sie habe Suizide befürchtet. Rackete hatte das Schiff mit 40 Migranten in der Nacht zum Samstag unerlaubt in den Hafen von Lampedusa gesteuert und war festgenommen worden. Ihr drohen eine Geldstrafe, mehrere Anklagen und im schlimmsten Fall Haft.

In Deutschland sorgte die Festnahme für Kritik. Der italienische Innenminister Matteo Salvini erhob dagegen schwerste Vorwürfe gegen Rackete. In Vergessenheit geriet dabei fast, dass die Migranten nach mehr als zwei Wochen auf dem Mittelmeer an Land gehen konnten.

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