Missbrauchs-Forscher kritisiert Benedikt XVI. und Beichte


Für den emeritierten Papst Benedikt XVI. sind die 68er Mitschuld am kirchlichen Missbrauch. Unsinn, sagt Psychiater Harald Dreßing. Nicht nur, dass es bereits in den 40er und 50er Jahren sehr viele Missbrauchsfälle gegeben habe. Auch gebe es „spezielle Risikokonstellationen“ in der Kirche.

katholisch.de

Der Leiter der Forschergruppe, die im Herbst eine wissenschaftliche Studie über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche vorgelegt hat, kritisiert Aussagen des früheren Papstes Benedikt XVI. zum Thema und die Kinderbeichte in der katholischen Kirche. Die Äußerungen des emeritierten Papstes, nach denen der Missbrauch vor allem von außen in die katholische Kirche hineingetragen worden sei, seien nicht hilfreich und „jenseits aller wissenschaftlichen Erkenntnis“, sagte der Mannheimer Psychiater Harald Dreßing am Montag in einem Interview im Deutschlandfunk.

Wörtlich betonte Dreßing: „Und diese Verlautbarungen, mit Verlaub gesagt, entsprechen ja nicht der Realität. Er hat ja auch gemeint, es habe etwas mit den 68ern zu tun. Also, wir haben unsere Studie ja ab 1946 gemacht. Und es gibt auch sehr, sehr viele Fälle, die in den 40er und 50er Jahren sich ereignet haben.“

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