Wissenschaftsleugner: Nicht den Falschen das Feld überlassen


Zähne zeigen, auch den Evolutionsleugnern: Szene aus „Jurassic Park 3“. Bild: obs
Wie umgehen mit radikalen Impfgegnern, Klimaleugnern und sonstigen Faktenverdrehern? Die Experimente dazu zeigen: Im öffentlichen Raum gibt es nur eins: Ausschwärmen und die Stirn bieten.

Von Sibylle Anderl | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Was macht man nur mit diesen Leuten? Die einerseits munter Handys nutzen, in Flugzeuge steigen und Navigationssysteme nutzen, die aber andererseits so tun, als wären die Wissenschaftler, ohne die es all diese Technologien letztlich gar nicht gäbe, ein korrupter Haufen gewissenloser Betrüger. Und damit sind keineswegs die „Skeptiker“ gemeint, Skepsis ist die Grundlage aller Forschung, zusammen mit der Bereitschaft, die eigenen Überzeugungen im Lichte widersprechender Evidenz jederzeit zu revidieren.

Überall gibt es krude Thesen

Es sind die „Wissenschaftsleugner“, deren Weltbild so festgefahren ist, dass es gegen jeden Widerspruch immun geworden ist, und die sich vorzugsweise daran erfreuen, die vermeintliche Gefährlichkeit von Impfungen, die menschliche Unschuld am Klimawandel oder auch die Falschheit evolutionärer Erklärungen zu verbreiten. In unserer heutigen Zeit allgemeiner Vernetzung gibt es kaum ein Entrinnen – ihre kruden Thesen finden sich überall und immer wieder.

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