Prostitution und patriarchaler Umgang mit Sex

„Paradebeispiel“ Maria Magdalena (Szene aus dem Film „Maria Magdalena“ mit Rooney Mara (2018). Universal

Einen theologischen Blick auf eine 2.000-jährige Kulturgeschichte der Prostitution hat die Grazer Religionswissenschaftlerin Theresia Heimerl in einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung „Die Furche“ geworfen.

religion.ORF.at

Das vermeintlich „älteste Gewerbe der Welt“ wurde im Laufe der Zeit zu einer Art „dunkler Spiegel“, der den patriarchalen Umgang mit Sexualität reflektiere, so ihr Fazit. „Fromme Männer“ hätten ein Bild von Prostituierten tradiert, das die vermeintliche zivilisatorische und moralische Unterlegenheit von Frauen zeige – für Heimerl ein Zeichen von Frauenverachtung und einer religiöse Überhöhung von Sexualität. Dazu komme die körperlich wie wirtschaftliche Ausbeutung von Betroffenen, die bis heute „stumme Objekte des Begehrens, der Verachtung und der Gewinnmaximierung“ seien.

Als Paradebeispiel für tendenziöse Geschichtsschreibung über Sexualität und Begehren nannte die katholische Theologin die biblische Gestalt der Maria Magdalena. Diese verkörpere – fernab von bibelwissenschaftlicher Historizität – christliche Urängste, nämlich Sünde, Sexualität und Mammon.

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Braune Hundezecke schleppt Krankheitserreger ein

Eingeschleppt: eine Braune Hundezecke Bild: dpa

Auf welchem Wege gelangen die exotischen Spinnentiere nach Deutschland? Mit der eingeschleppten Braunen Hundezecke wächst laut Forschern jedenfalls die Gefahr von Krankheitsübertragungen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Mit dem Klimawandel wächst nach Ansicht von Forschern die Gefahr von Infektionen durch eingewanderte Zeckenarten. Die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) befällt meist Hunde – in Ausnahmefällen aber auch Menschen. Bislang gingen Experten davon aus, dass solche Zecken von Hunden etwa im Auslandsurlaub aufgenommen und im Fell nach Deutschland gebracht wurden. Das scheint aber nicht immer so zu sein. „Es sind auch bereits Exemplare an Hunden gefunden worden, die ihren Hof nie verlassen hatten“, sagte die Parasitologin Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim. „Das ist ein Hinweis darauf, dass sich die Art hier halten kann.“

Hohenheimer Forscher wollen untersuchen, auf welchen Wegen das Spinnentier nach Deutschland gelangt und wie es sich hier verbreitet. „Wir wollen außerdem mehr wissen darüber, welche Krankheitserreger es möglicherweise gibt und was man tun kann gegen die Braune Hundezecke“, sagte die Parasitologin Katrin Fachet.

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Neue Wälder als Klimaretter?

Mehr Wald als gedacht. Bild: bb

Platz genug: Weltweit könnten rund 0,9 Milliarden Hektar Landfläche zu neuen Wäldern aufgeforstet werden – ohne dass Äcker oder Siedlungen weichen müssen, wie nun eine Studie enthüllt. Das Entscheidende jedoch: Diese zusätzliche Waldfläche würde ausreichen, um zwei Drittel der menschengemachten CO2-Emissionen zu schlucken. Waldschutz und Aufforstung könnte damit eine der besten Lösungen für den Klimaschutz sein, so die Forscher im Fachmagazin „Science“.

scinexx

Wälder sind nicht nur die „grüne Lunge“ unseres Planeten – sie wirken auch als Puffer im Klimasystem. Denn die rund drei Billionen Bäume weltweit nehmen CO2 auf und tragen damit zur Senkung des CO2-Gehalts der Atmosphäre bei. Allerdings: Waldbrände, Rodungen und die Fragmentierung der Baumbestände setzen den Wäldern zu und mindern auch ihre CO2-Aufnahme. Waldschutz und Aufforstung gelten daher schon länger als wichtiger Teil der Klimaschutzbemühungen.

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Juni-Temperaturen in Teilen Europas um bis zu 10 Grad über dem langjährigen Mittel

Temperaturanomalien in Europa vom 25.-29. Juni. Karte: ECMWF, Copernicus Climate Change Service).

Über das Wochenende wird eine Hitzeglocke über Alaska mit Temperaturen bis über 32 Grad erwartet

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Die Temperaturen im Juni haben in Europa alle Rekorde seit Beginn der Aufzeichnungen übertroffen (Waldbrände, Hitzewellen, aber kein Klimanotstand). Die Temperaturen lagen nach dem Copernicus Climate Change Service (C3S) um 2 Grad höher als der Durchschnitt 1981-2010 und um ein Grad höher als der bis dato wärmste Juni im Jahr 1999. Noch dramatischer ist es, wenn man die Durchschnittstemperatur des Monats mit der in der Zeitspanne zwischen 1850 und 1900 vergleicht. Danach war der Juni 2019 um 3 Grad wärmer. Auch global war der diesjährige Juni der wärmste, allerdings lag die Durchschnittstemperatur nur um 0,1 Grad höher als 2016.

Verglichen mit dem Temperaturdurchschnitt der fünf Tage während der Standardreferenzzeit 1981-2001, an denen jetzt die Hitzewelle aufgrund der heißen Luft aus der Sahara herrschte, lagen die Temperaturen im Großteil von Frankreich und Deutschland, in Norditalien- und -spanien, in der Schweiz, in Österreich und der Tschechischen Republik 6-10 Grad höher. Deutschland hatte den wärmsten Juni seit 1881, die Durchschnittstemperaturen lagen nach dem DWD um 4,4 Grad höher als das Junimittel 1981-2010. An 33 Stationen wurden neue Allzeit-Rekordwerte erreicht,

Das Europäische Kopernikus-Programm erklärt, es sei zwar schwierig, die Hitzewelle auf die Klimaerwärmung zurückzuführen, aber solche Extremwetterlagen würden häufiger werden, wenn sich der Planet durch die Treibhausemissionen weiter erwärmt.

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Umweltbundesamt warnt: Wird in Deutschland das Trinkwasser knapp?

Wird bald das Trinkwasser knapp? Bild: dpa

Die Folgen des Dürresommers treffen die Landwirte – und bald womöglich auch die Verbraucher. Denn für die Bewässerung von Feldern geht immer mehr Trinkwasser drauf. Kommunale Unternehmen fordern ein Umdenken.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Verteilung von Wasser in Deutschland kann nach Einschätzung des Umweltbundesamts erstmals seit Jahrzehnten zu einem relevanten Thema werden. „Häufigere trockene Sommer bedeuten auch, dass sich voraussichtlich mehr Nutzer um die Ressource Wasser streiten werden“, sagte Jörg Rechenberg, Wasserfachmann beim Umweltbundesamt (UBA), der Deutschen Presse-Agentur. „Eines ist schon deutlich zu sehen: Als neuer Nutzer von Wasservorräten wird die Landwirtschaft dazukommen.“

Bisher habe Bewässerungslandwirtschaft in Deutschland erst einen Anteil von 2,7 Prozent. „Die Beregnungsbedürftigkeit wird deutschlandweit tendenziell zunehmen, allerdings ist dies regional sehr unterschiedlich“, ergänzte der Experte. Seit 2018 häufen sich Trockenheit und Hitzerekorde auch in Deutschland. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war allein der vergangene Juni der wärmste und sonnigste seit Beginn flächendeckender Messungen.

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Warum dein alter BH einer Schildkröte das Leben retten kann

Schildkröten sind beeindruckende Tiere, nicht zuletzt wegen ihres Panzers. Doch die können brechen – für die Reptilien eine lebensbedrohliche Situation. Tierschützer aus den USA haben nun einen äußerst kreativen Weg gefunden, den Tieren schnell und unkompliziert zu helfen.

DIE WELT

Die Knochenpanzer der Schildkröten sind ziemlich massiv, doch leider nicht unzerbrechlich. Sie können beschädigt werden und brechen. Das passiert nicht selten, zum Beispiel, wenn eine Schildkröte stürzt oder auf einen Fressfeind trifft. Ist der Panzer gebrochen, brauchen Schildkröten schnelle Hilfe, da ihre Organe sonst Schaden nehmen könnten.

Tierschützer der Carolina-Waterfowl-Rescue-Organisation aus North Carolina in den USA haben sich deshalb etwas ziemlich Geniales einfallen lassen:

Sie nutzen BH-Verschlüsse, um die gebrochenen Panzer der Tiere besser behandeln zu können und zu flicken.

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Integrationsbeauftragte fordert härtere Strafen gegen Online-Hetzer

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), fordert härtere Strafen gegen Online-Hetzer. „Wir müssen darüber sprechen, ob Hassrede im Netz härter bestraft werden muss“, sagte sie den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe (Freitag).

evangelisch.de

Dazu müssten die Strafverfolgungsbehörden in die Lage versetzt werden, „schwere Fälle von Beleidigung und Verleumdung in sozialen Medien von Amts wegen zu verfolgen“. Das würde bedeuten, dass Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Täter von sich aus ermitteln könnten – ohne dass eine Anzeige des Betroffenen vorliegen muss.

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Weltgrösster Algenteppich reicht von Afrika bis Mexiko

Baunalgen so weit das Auge reicht. (Bild: Brian Lapointe / Florida Atlantic University)

Braunalgen der Gattung Sargassum sind in der Sargassosee östlich von Florida nichts Ungewöhnliches. Doch seit 2011 nimmt die Algenblüte alljährlich bedrohliche Ausmasse an.

Neue Zürcher Zeitung

Amerikanische Forscher haben im Atlantik den weltweit grössten Algenteppich vermessen. Die betroffene Region erstreckte sich im vergangenen Jahr über eine Distanz von mehr als 8850 Kilometer und reichte von Westafrika bis zum Golf von Mexiko, wie die Forscher nach Analyse von Satellitenbildern berichten.

Übelriechende Fracht

Das Team der University of South Florida führt die Algenplage auf die Zunahme der Abholzung des Amazonas-Regenwaldes und des Gebrauchs von Düngemitteln zurück. Das wiederkehrende Blühen der umweltschädlichen und übelriechenden Braunalgen könnte zur Normalität werden, schreiben die Wissenschafter im Fachmagazin «Science».

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BGH: Deut­sche Umwelt­hilfe han­delt nicht rechts­miss­bräuch­lich

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1.500 Abmahnungen pro Jahr bringen der DUH Millionenbeträge ein. Das sei aber nicht rechtsmissbräuchlich, weil sie jedenfalls auch Verbraucherinteressen damit durchsetze, so der BGH.

Von Thomas Lennarz, Christian Piroutek | Legal Tribune Online

Ist die Geschäftstätigkeit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) rechtsmissbräuchlich? Diese Frage hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Donnerstag in einem richtungsweisenden Urteil verneint (Urt. v. 04.07.2019, Az. I ZR 149/18).

Bei der DUH dürfte das Urteil für Erleichterung gesorgt haben, denn eine Niederlage hätte wohl das Aus für ihr bisheriges Geschäftsmodell bedeutet. Das Urteil des BGH stellt nun vorerst klar, dass die DUH ihre Abmahntätigkeiten fortführen kann.

Kritik am Abmahngebahren der DUH

Die DUH steht seit geraumer Zeit mit Kampagnen und Gerichtsverfahren zur Durchsetzung von Diesel-Fahrverboten im Fokus der Öffentlichkeit. Weniger Beachtung findet die parallel dazu betriebene Abmahntätigkeit. So mahnt die DUH jedes Jahr rund 1.500 Wettbewerbsverstöße ab und erzielt mit diesen Abmahnprozessen Millionenbeträge zur Finanzierung ihrer Tätigkeit. Möglich ist dies, weil die DUH vom Bundesamt für Justiz als anerkannter Verbraucherschutzverband geführt wird und daher über eine besondere Klagebefugnis verfügt.

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We Need Insects More Than They Need Us

Image Credit: NAUTILUS

Inside the world of plastic-eating worms, dung-rolling beetles, and agricultural ants..

By Kevin Dupzyk | NAUTILUS

The interconnection of the world is a wonder. Consider the United States Declaration of Independence, says Anne Sverdrup-Thygeson, a conservation biologist. It was written with the help of a wasp.

In July, 1776, when Timothy Matlack, a clerk with stately penmanship, copied the bold resolution on parchment, he dipped his pen in ink derived from tannins inside galls, tiny pods or growths, formed on trees. Normally trees produce tannins, an astringent chemical, to help fight infection by invading bacteria. The sour tannins also discourage predators from eating a tree’s fruit. Opportunistic wasps land on trees and secrete chemicals that induce the tree to produce a gall. The wasps then use the galls to shelter their larvae until they hatch. Centuries ago, ingenious human chemists came along and discovered that tannins inside tree galls, mixed with iron sulfates and Arabic gum, produced an ink that penetrated paper and wasn’t easily washed away by moisture like previous inks derived from lamp soot.

“The fact that we have all these writings, drawings, and musical sheets—everything from Bedouin writing to Shakespeare to Beethoven symphonies—written in ink induced by a tiny wasp that most people have never seen and never thought of, is really quite amazing,” says Sverdrup-Thygeson.

The tale of gall wasps is one of the many splendors in Buzz, Sting, Bite: Why We Need Insects, a new book by Sverdrup-Thygeson, a professor of conservation biology at the Norwegian University of Life Sciences. It arrives at an auspicious time, as scientists and writers are increasingly drawing attention to the potential for a collapse of insect populations around the world. Sverdrup-Thygeson illuminates the ecological role of insects and challenges the common notion that some insects are useful and the rest are pests. She studied history before biology and brings a historian’s eye to her work.

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Prüffall: AfD scheitert vor Menschenrechtsgerichtshof

Bild: tagesschau.de

Im Streit mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte eine Klage der AfD abgewiesen. Stein des Anstoßes war die öffentliche Einstufung der Partei als Prüffall durch das Bundesamt.

tagesschau.de

Die AfD ist mit ihrer Beschwerde gegen das Bundesamt für Verfassungsschutz vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) gescheitert. Hintergrund ist, dass das Bundesamt die AfD offiziell als Prüffall bezeichnet hatte.

Begonnen hatte der Zwist im vergangenen Oktober, als das Amt bei einer Anhörung im Bundestag erklärte, derzeit Informationen über mögliche verfassungsfeindliche Bestrebungen der AfD zu sammeln. Die Partei oder zumindest Teile davon könnten damit vom Verfassungsschutz überwacht werden. Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang teilte dann im Januar 2019 bei einer Pressekonferenz mit, dass die gesamte Partei als „Prüffall“ bearbeitet werde.

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Keine Ausnahme von der Helmpflicht für Turbanträger

Auch Turban-tragende Angehörige der Religionsgemeinschaft der Sikh müssen beim Motorradfahren einen Helm aufsetzen. Das entschied das Bundesverwaltungsgericht am Donnerstag in Leipzig. Zwar könne die Helmpflicht Sikhs mittelbar in der freien Ausübung ihrer Religion beeinträchtigen.

evangelisch.de

Empfänden sie jedoch die Pflicht zum Tragen eines Turbans, müssten sie auf das Motorradfahren verzichten, begründeten die Richter. (AZ: BverwG 3 C 24.17)

Eine durch die Helmpflicht ausgelöste Einschränkung der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit sei hinzunehmen, erklärten die Richter weiter. Die Helmpflicht schütze nicht nur den Träger des Helms, sondern im Falle eines Unfalls „auch die körperliche und psychische Unversehrtheit anderer Unfallbeteiligter und der Rettungskräfte“.

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Italien: Kath. Priester ruft zur Tötung von Minister Salvini auf

Der auch bei Katholiken beliebte italienischen Innenminister wird von einem Priester de facto mit Mord bedroht.

kath.net

In Italien hat ein katholischer Priester ernsthaft zur Tötung des bei der Bevölkerung beliebten italienischen Innenministers Matteo Salvini aufgerufen. Dies berichtet die Zeitung „Wochenblick“. Don Giorgio De Capitani meint in einem Radio-Interview, dass er sich von diesem bedroht fühle, weil er die „Demokratie stehle“. Der Priester beanspruche damit lediglich sein Recht auf Selbstverteidigung. Hintergrund ist ein neues Gesetz, welches ein Recht auf Selbstverteidigung sichert. Zuvor gab es in Italien immer wieder umstrittene Gerichtsurteile, bei dem sich Bürger bei Einbrüchen gegen die Einbrecher zur Wehr setzten und später plötzlich selbst „wegen unverhältnismäßiger Selbstverteidigung“ verurteilt wurden.

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Britischer Geheimdienst GCHQ sucht Mitarbeiter, die „Gegner“ online „frustrieren“

Stellenangebot des GCHQ. Screenshot: TP

Ehemaliger Botschafter Craig Murray sieht sich als Opfer von mit Steuergeld bezahlten Trollen auf Twitter

Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Wer gerne robust im Internet kommuniziert, der kann sich beim britischen Internet-Geheimdienst GCHQ bis zum 22. Juli auf eine Stelle als „verdeckter Online-Operator“ bewerben. In der Stellenausschreibung im Guardian wird diese Tätigkeit als „Bekämpfen“ von „Leuten“ beschrieben, die „unsere Werte und unsere Sicherheit bedrohen“. Dabei könne es um das „Stören der Kommunikation von Terroristen“, das „Schützen von Kindern vor der dunkleren Seite des Netzes“, das „Verhindern von Cyber-Attacken“, aber auch um das „Frustrieren von Gruppen“ gehen, die „versuchen, Individuen zu radikalisieren“.

Was dem Geheimdienst nach „wie eine technologische Rolle“ wirken kann, ist ihm zufolge eine Aufgabe, bei der es tatsächlich „nur um Menschen“ geht – und „darum zu verstehen, wie sie sich verhalten und was sie zum Ticken bringt“:

Sie nutzen also Ihre emotionale Intelligenz, um nationale Bedrohungen abzuschrecken. Dabei arbeiten Sie mit [auch] mit Technikern und Verhaltensforschern, um Strategien zu entwickeln, die unsere Gegner stören, abschrecken und frustrieren. Und wir stellen dabei sicher, dass alles was sie machen, im Rahmen der Gesetze geschieht. (GCHQ-Stellenanzeige)

Zu den gewünschten Eigenschaften potenzieller Bewerber heißt es:

Wonach wir wirklich suchen sind Leute, die eine Leidenschaft für die Online-Welt haben. Sie sind der erste, der sieht, was viral gehen wird. Der erste, der sieht, was trendet. Und der erste, der weiß, was als nächstes kommt. (GCHQ-Stellenanzeige)

Nur 28.804 bis 32.349 Pfund Jahresgehalt

In weiterführenden Beschreibungen werden dann jedoch auch Voraussetzungen genannt, die das Bewerberfeld einschränken: So muss zum Beispiel ein Drogentest absolviert werden, und man benötigt in mindestens drei Fächern einem mit dem deutschen Abitur vergleichbaren A-Level-Abschluss mit mindestens der Note „C“ („Durchschnittlich“). Außerdem erforderlich sind ein Studienabschluss oder alternativ dazu zwei Jahre Berufserfahrung.

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Wie in Bayern Bischöfe gemacht werden: Die Ortskirche schlägt vor – der Papst ernennt frei

Wann kann Augsburg mit einem neuen Bischof rechnen? Es wird wohl ein paar Monate dauern – vielleicht ein Jahr oder noch länger. Klar ist nur: In Bayern hat die Ortskirche weniger Befugnisse als im Rest Deutschlands.

DOMRADIO.DE

Das bayerische Konkordat stammt von 1924. Die zentrale Aussage lautet sinngemäß: Der Papst hat freie Auswahl. Das heißt, im Unterschied zu den meisten anderen deutschen Bistümern wird ein neuer Bischof in Bayern nicht vom jeweiligen Domkapitel gewählt. Nach Passau und Würzburg muss Franziskus nun schon zum dritten Mal entscheiden, wen er dort mit der Leitung einer Diözese betraut.

Wie sehen die Vorarbeiten aus? Die sieben bayerischen Bistümer schicken regelmäßig Personalvorschläge nach Rom. Alle drei Jahre erstellen die Domkapitel und auch die Bischöfe dazu Listen mit beliebig vielen Kandidaten, die sie für geeignet halten. Wird ein Bischofsstuhl wie jetzt im Falle Augsburgs frei, sammelt das betroffene Domkapitel erneut Namen, stimmt über jeden geheim ab und übermittelt die Ergebnisse an den Apostolischen Nuntius in Berlin.

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Gewalt ist so alt wie die Menschheit

Die Schädelfrakturen rühren vermutlich von einem Schlag mit einer Keule her. (Bild: Senckenberg)

Der 33 000 Jahre alte Schädel eines Frühmenschen weist zahlreiche Frakturen auf. Jetzt haben Forscher mit forensischen Methoden gezeigt, dass der Mann Opfer eines Verbrechens wurde.

Neue Zürcher Zeitung

Forscher haben nach mehr als 30 000 Jahren die Todesumstände eines modernen Frühmenschen aufgedeckt. Die Senckenberg-Wissenschafterin Katerina Harvati und ein internationales Forschungsteam führen die Verletzungen an dem Schädel des Mannes auf eine Gewalttat zurück.

Zwei kleine Narben und eine grössere Fraktur verlaufen über den 33 000 Jahre alten Frühmenschen-Schädel, der in der rumänischen Cioclovina-Höhle gefunden wurde. Das altsteinzeitliche Fossil gilt als eines der ältesten Vertreter der modernen Europäer. Bisher war davon ausgegangen worden, dass die Frakturen an dem Fossil erst nach dem Tod durch Verwitterungsprozesse entstanden waren.

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Völkerrechtler verteidigt EuGH-Urteile zu kirchlichem Arbeitsrecht

Ist das umfassende Selbstbestimmungsrecht der Kirchen in Deutschland noch zeitgemäß? Der Jurist Christian Walter hat daran Zweifel – und fordert auch von deutschen Gerichten andere Urteile zum kirchlichen Arbeitsrecht.

katholisch.de

Der Münchner Völkerrechtsexperte Christian Walter hat die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zum kirchlichen Arbeitsrecht in Deutschland verteidigt. Er wandte sich am Donnerstag in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gegen den Eindruck, als werde die „gute“ Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts durch eine „schlechte“ des EuGH ersetzt.

Der Europäische Gerichtshof habe im Streit um das gesonderte Arbeitsrecht der Kirchen in Deutschland die Akzente lediglich leicht in Richtung des Schutzes der Grundrechte der Arbeitnehmer verschoben. Es handele sich nicht „um grundstürzende Veränderungen des Religionsverfassungsrechts, die man als Eingriff in die Verfassungsidentität des Grundgesetzes deuten könnte“.

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