Gewalt ist so alt wie die Menschheit


Die Schädelfrakturen rühren vermutlich von einem Schlag mit einer Keule her. (Bild: Senckenberg)

Der 33 000 Jahre alte Schädel eines Frühmenschen weist zahlreiche Frakturen auf. Jetzt haben Forscher mit forensischen Methoden gezeigt, dass der Mann Opfer eines Verbrechens wurde.

Neue Zürcher Zeitung

Forscher haben nach mehr als 30 000 Jahren die Todesumstände eines modernen Frühmenschen aufgedeckt. Die Senckenberg-Wissenschafterin Katerina Harvati und ein internationales Forschungsteam führen die Verletzungen an dem Schädel des Mannes auf eine Gewalttat zurück.

Zwei kleine Narben und eine grössere Fraktur verlaufen über den 33 000 Jahre alten Frühmenschen-Schädel, der in der rumänischen Cioclovina-Höhle gefunden wurde. Das altsteinzeitliche Fossil gilt als eines der ältesten Vertreter der modernen Europäer. Bisher war davon ausgegangen worden, dass die Frakturen an dem Fossil erst nach dem Tod durch Verwitterungsprozesse entstanden waren.

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