Keine Ausnahme von der Helmpflicht für Turbanträger


Auch Turban-tragende Angehörige der Religionsgemeinschaft der Sikh müssen beim Motorradfahren einen Helm aufsetzen. Das entschied das Bundesverwaltungsgericht am Donnerstag in Leipzig. Zwar könne die Helmpflicht Sikhs mittelbar in der freien Ausübung ihrer Religion beeinträchtigen.

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Empfänden sie jedoch die Pflicht zum Tragen eines Turbans, müssten sie auf das Motorradfahren verzichten, begründeten die Richter. (AZ: BverwG 3 C 24.17)

Eine durch die Helmpflicht ausgelöste Einschränkung der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit sei hinzunehmen, erklärten die Richter weiter. Die Helmpflicht schütze nicht nur den Träger des Helms, sondern im Falle eines Unfalls „auch die körperliche und psychische Unversehrtheit anderer Unfallbeteiligter und der Rettungskräfte“.

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