Wie in Bayern Bischöfe gemacht werden: Die Ortskirche schlägt vor – der Papst ernennt frei


Wann kann Augsburg mit einem neuen Bischof rechnen? Es wird wohl ein paar Monate dauern – vielleicht ein Jahr oder noch länger. Klar ist nur: In Bayern hat die Ortskirche weniger Befugnisse als im Rest Deutschlands.

DOMRADIO.DE

Das bayerische Konkordat stammt von 1924. Die zentrale Aussage lautet sinngemäß: Der Papst hat freie Auswahl. Das heißt, im Unterschied zu den meisten anderen deutschen Bistümern wird ein neuer Bischof in Bayern nicht vom jeweiligen Domkapitel gewählt. Nach Passau und Würzburg muss Franziskus nun schon zum dritten Mal entscheiden, wen er dort mit der Leitung einer Diözese betraut.

Wie sehen die Vorarbeiten aus? Die sieben bayerischen Bistümer schicken regelmäßig Personalvorschläge nach Rom. Alle drei Jahre erstellen die Domkapitel und auch die Bischöfe dazu Listen mit beliebig vielen Kandidaten, die sie für geeignet halten. Wird ein Bischofsstuhl wie jetzt im Falle Augsburgs frei, sammelt das betroffene Domkapitel erneut Namen, stimmt über jeden geheim ab und übermittelt die Ergebnisse an den Apostolischen Nuntius in Berlin.

weiterlesen