Splatter-Kult: Neun Knochenteile von Petrus sind verschenkt, aber die anderen sind noch da


Frei nach Da Vinci, Quelle: BadA$$Mood

Die neun Knochenfragmete des Apostels Petrus, die Papst Franziskus jüngst dem orthodoxen Patriarchen Bartholomaios von Konstantinopel schenkte, sind nur ein Teil der im Vatikan verbleibenden Petrusreliquien. Das hat der Archäologe Pietro Zander klargestellt, der bei der Bauhütte von Sankt Peter die Abteilung für Nekropolen leitet.

Gudrun Sailer, Salvatore Tropea | Vatican News

Die neun dem Patriarchen verehrten Knochenteile des Petrus befanden sich in einem bronzenen Reliquiar aus dem Jahr 1971, das Papst Paul VI. in seiner Privatkapelle im Apostolischen Palast aufbewahrte. „Die Inschrift auf diesem Behälter besagt, dass diese Knochenteile zu jenen gehören, die dem heiligen Petrus zugerechnet wurden“, sagt Zander. Die von Franziskus verschenkten Reliquien stammten daher „aus einer größeren Gruppe von Knochen, die heute noch in der Nische der so genannten ,Mauer G´ oder Graffiti-Mauer unter dem Papstaltar der Vatikanischen Basilika erhalten sind. An genau dieser Stelle ließ am 26. Juni 1968 Papst Paul 19 durchsichtige Plexiglaskästchen mit Knochenfragmenten des ersten Papstes anbringen“, so Zander. „Von dieser Reliquiengruppe wurden damals neun Knochenteile ausgegliedert, die in die Privatkapelle der päpstlichen Wohnung des Apostolischen Palastes gebracht wurden, um den Anliegen und dem Willen des Heiligen Vaters zur Verfügung zu stehen“.

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