28 aktuelle Verdachtsfälle seit 2010: Bistum Speyer zieht Zwischenbilanz bei Missbrauchsaufarbeitung


In der vergangenen Woche hatten sich mehrere Bistümer zu den aktuellen Verdachtsfällen von Missbrauch geäußert. Nun hat auch das Bistum Speyer eine Zwischenbilanz gezogen, die nahelegt, sich nicht auf Priester als Täter zu fixieren.

katholisch.de

Für die Jahre 2010 bis heute haben die Missbrauchsbeauftragten des Bistums Speyer Hinweise auf 28 aktuelle Verdachtsfälle von sexuellem Missbrauch oder Grenzüberschreitungen erhalten. Bei fünf Fällen wurden Priester beschuldigt, bei den anderen ging es um ein Fehlverhalten von Erzieherinnen, Pflegern oder Ehrenamtlichen, wie das Bistum am Montag mitteilte. Diese Zahlen belegten, dass es keine „Fixierung auf Priester als Täter“ gebe.

Zuletzt hatte der Mannheimer Psychiater Harald Dreßing eine Studie veröffentlicht, wonach die Quote bei Missbrauchsvorwürfen gegen Priester auch in der jüngsten Zeit nicht gesunken sei. Das Erzbistum Köln und das Bistum Rottenburg-Stuttgart traten dieser Analyse vor einigen Tagen mit Verweis auf eigene Zahlen entgegen.

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