Bringt ein Grab am Petersdom Licht in den Kriminalfall Orlandi? Engel und Dämonen im Vatikan


Vatikan. Bild: Pixaby, Selim Gecer.

Das Verschwinden der Schülerin Emanuela Orlandi vor 36 Jahren zählt zu den mysteriösesten Kriminalfällen Italiens. Ermittlungen auf dem deutschen Friedhof im Vatikan sollen Klarheit bringen. Am Donnerstag werden hier italienische Kriminaltechniker erwartet. 

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Es ist die Angst, die stumm macht. Im Vatikan ist der Reflex: lieber nichts sagen – weil jede Antwort weitere Fragen nach sich ziehen könnte, unabsehbare Konsequenzen. Auf dem Friedhof des Priesterkollegs beim Petersdom soll ein Grabmal geöffnet werden, um das Schicksal der vor 36 Jahren verschwundenen Vatikanbürgerin Emanuela Orlandi zu klären. Und unversehens hat sich über den Campo Santo Teutonico, den idyllischen Gottesacker mit Rhododendron, Akanthus und duftendem Oleander, kühl und bleiern das Schweigen gelegt.

Am Donnerstag werden hier italienische Kriminaltechniker erwartet. Ihr Ziel ist ein Grab zu Füßen eines Marmorengels, der mit traurig-mattem Blick und straff gegürtetem Gewand ein Blatt in Händen hält: Requiescat in pace. Ruhe in Frieden.

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