MH17: Spektakuläre Geheimdienstaktion


In Medien kursierendes Bild des Entführten nach der Verschleppung.

Ukraine will MH17-Ermittlungen beeinflussen und verschleppt gewaltsam einen „Live-Zeugen“ aus der „Volksrepublik Donetsk“ in die Ukraine

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Am 27. Juni verschleppte eine Spezialeinheit Vladimir (Volodymyr) Tsemakh aus seiner Wohnung in Snizhne in der „Volksrepublik Donetsk“. Er wurde in die Ukraine geschmuggelt und dann am 29. Juni vor ein Gericht in Kiew gestellt, das eine Haft von bis zu zwei Monaten genehmigte. Er wird beschuldigt, eine Terrororganisation gegründet zu haben, worauf Gefängnisstrafen zwischen 8 und 15 Jahren stehen. Der ukrainische Geheimdienst sieht in ihm einen wichtigen Zeugen für den Abschuss der MH17.

Schon als die Separatisten noch mehr oder weniger friedlich ähnlich wie die Maidan-Aktivisten agierten und Häuser besetzten, wurden sie von der neuen Regierung damals sofort als Terroristen bezeichnet, was den Einsatz von Militär in der „Antiterroroperation“ gestattete. Tsemakh soll im Sommer 2014 der Leiter der Luftabwehr in der Region um Snizhne gewesen sein. Hier soll das Buk-System abgeladen worden und dann nach Pervomaiskyi weitergefahren sein, von wo aus die MH17 nach dem JIT abgeschossen wurde.

Am 15. Juli beispielsweise hatte ein ukrainisches Kampfflugzeuges angegriffen und mit Raketen Wohngebäude zerstört, dabei wurden 11 Menschen getötet und 8 verletzt. Zuvor war ein militärisches Transportflugzeug auf großer Höhe abgeschossen worden – was kein Grund für Kiew war, den Luftraum zu sperren. Von ukrainischer Seite wurde behauptet, diese sei von Russland aus abgeschossen worden. Den Luftangriff auf Snizhne stritt Kiew nicht ab, sprach aber wie der Sprecher des Sicherheitsrats Andriy Lysenko von einem unbekannten Flugzeug, um das ukrainische Militär zu diskreditieren.

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