„NSU 2.0“: Die rechten Umtriebe hessischer Polizisten


Seit Dezember lässt Innenminister Peter Beuth verstärkt rechte Verdachtsfälle in der Polizei untersuchen Quelle: pa/dpa/Arne Dedert

Seit Drohbriefe mit der Unterschrift „NSU 2.0“ in Verbindung zu Polizisten gebracht wurden, geht man Hinweisen auf rechte Tendenzen genau nach. Die Gewerkschaft wehrt sich gegen den Vorwurf, die Polizei habe allgemein ein rechtes Problem.

Von Christina Brause | DIE WELT

Stephan Ernst war erst seit ein paar Tagen in Haft, da wurde Seda Basay-Yildiz erneut bedroht. Wieder waren die Schreiben, die die Anwältin aus Frankfurt am Main Ende Juni erhielt, mit „NSU 2.0“ unterzeichnet, dem Hinweis auf die Rechtsterroristen, die für zehn Morde verantwortlich gemacht werden.

Es gibt aktuell keinen Anhaltspunkt dafür, dass der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) oder der dringend Tatverdächtige Stephan Ernst irgendetwas direkt mit den Drohschreiben zu tun haben könnten. Und doch fragt man sich, ob es purer Zufall ist, dass dies beides in Hessen passierte. Denn klar ist: Das Bundesland kommt seit einem Jahr nicht zur Ruhe. Immer wieder schreckten rechte und rechtsextreme Vorfälle das Land auf.

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