Virengene als Auslöser von Multiple Sklerose und Co?


Acht Prozent unseres Genoms besteht aus Virengenen. © Svisio/ thinkstock

Heimliche Krankmacher: Urzeitliche Virengene in unserem Erbgut könnten bei der Entstehung neurologischer Erkrankungen mitmischen. Wie Forscher berichten, scheint es einen Zusammenhang zwischen endogenen Retroviren und Krankheiten wie Multiple Sklerose, ALS und Schizophrenie zu geben. Demnach könnte eine Reaktivierung dieser „schlafenden“ Erreger in unserem Genom schädliche Mechanismen in Gang setzen.

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Das menschliche Erbgut enthält eine Reihe von Sequenzen, die dort eigentlich nichts zu suchen haben: Gene und Genfragmente von Viren. Sie sind unserem Genom enthalten, weil unsere Vorfahren irgendwann einmal von sogenannten Retroviren infiziert wurden – Erregern, die ihr Erbgut in das Genom ihres Wirts einfügen.

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