41 Haiarten im Mittelmeer sind vom Aussterben bedroht


Ein von der Umweltschutzorganisation Greenpeace zur Verfügung gestelltes Foto eines Blauhais vor den Azoren. (Bild: Robert Marc Lehmann / Greenpeace via AP)

Die meisten der Haie, die im Mittelmeer gefangen werden, sind nicht für den Verzehr bestimmt, sondern unerwünschter Beifang. Sie werden sterbend zurück ins Meer geworfen.

Neue Zürcher Zeitung

Das Mittelmeer ist ein gefährlicher Ort für Haie: Wie ein WWF-Report zeigt, ist mehr als die Hälfte der im Mittelmeer lebenden 41 Hai-Arten vom Aussterben bedroht, ein Drittel sogar akut. Vor allem Überfischung, illegale Fischerei und Plastikverschmutzung haben Hai- und Rochenpopulationen drastisch dezimiert.

Hauptgrund für den besorgniserregenden Rückgang ist die Überfischung von Haipopulationen, vor allem durch zwei Mittelmeerstaaten: Libyen (4260 Tonnen) und Tunesien (4161 Tonnen) dokumentieren pro Jahr etwa drei Mal so viele Fänge wie Italien (1347 Tonnen) und Ägypten (1141 Tonnen). Einige Arten werden direkt für den Verkauf gefangen. Beim Grossteil der restlichen Arten handelt es sich um unerwünschten Beifang, der sterbend zurück ins Meer geworfen wird.

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