Koalitionsexperten wollen Zuzahlungen für Homöopathie abschaffen


Globuli sind hoch umstritten.Foto: imago images / STPP

Es ist eine Glaubensfrage: Viele Patienten vertrauen auf Homöopathie. Doch die Stimmen in der Politik mehren sich, die Mittel nicht mehr zu bezuschussen.

DER TAGESSPIEGEL

Nach den Kassenärzten haben sich auch Fachpolitiker der großen Koalition dafür ausgesprochen, die Zuzahlungen der Krankenkassen für homöopathische Mittel abzuschaffen. „Es ist schwer vermittelbar, dass Kosten für Homöopathie teilweise übernommen werden, während an anderer Stelle gespart werden muss“, sagte der Vorsitzende des Bundestag-Gesundheitsausschusses, Erwin Rüddel (CDU), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Deswegen kann ich mir durchaus ein Ende der Erstattungsfähigkeit vorstellen.“

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Sabine Dittmar, sagte, die Wirksamkeit homöopathischer Mittel sei nicht nachgewiesen. „Ich sehe es deshalb kritisch, dass Krankenkassen und damit die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler diese Mittel finanzieren.“ Zuvor hatte sich der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach im Tagesspiegel explizit dafür ausgesprochen, die freiwillige Kostenerstattung durch die Krankenkassen für Homöopathie zu verbieten.

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