Deutschlandfunk Kultur: Eine Eloge für Rassismus, Pseudowissenschaft und Bullshistic


Rudolf Steiner (Bild: public domain)

Die einen verteufeln ihn, nicht nur wegen seiner Rassenlehre. Die anderen vergöttern ihn: Rudolf Steiner. Er begründete die Anthroposophie. Doch wer ihn darauf reduziert, der wird dem einflussreichen Universalgelehrten nicht gerecht.

Ein Kommentar von Philip Kovce | Deutschlandfunk Kultur

Wer Anthroposophie sagt, der denkt an Rudolf Steiner, und wer Rudolf Steiner sagt, der denkt an Anthroposophie. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Ohne Rudolf Steiners Leben und Werk gäbe es beispielsweise keine Waldorfpädagogik und damit keinen Anlass, dieses Jahr den 100. Geburtstag der ersten Freien Waldorfschule in Stuttgart zu feiern.

Und es gäbe auch all die anderen anthroposophischen Jubiläen nicht, die demnächst anstehen: Bis 2025, Steiners 100. Todesjahr, werden noch die von ihm inspirierte anthroposophische Medizin, die freikirchliche Christengemeinschaft sowie die biologisch-dynamische Landwirtschaft 100 Jahre alt.

Nicht verachten oder verehren, sondern verstehen

Doch so sehr sich Rudolf Steiner auch für all diese Initiativen einsetzte, und so oft sich diese Initiativen auch heute noch auf Steiner berufen, so dringend tut es not, sie nicht länger aufeinander zu reduzieren. Denn Steiner war beileibe nicht nur Anthroposoph, und Anthroposophie ist alles andere als bloßer Steiner-Kult.

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2 Gedanken zu “Deutschlandfunk Kultur: Eine Eloge für Rassismus, Pseudowissenschaft und Bullshistic

  1. Andreas Lichte

    Mit dem Kommentar von Philip Kovce scheint sich „Deutschlandfunk Kultur“ endgültig als „Anthrofunk Deutschland“ etablieren zu wollen, es ist ja nicht das erste Mal, dass …:

    „100 Jahre Waldorfschule 2019

    Alan Poseners Waldorf-Propaganda im Deutschlandfunk Kultur

    hpd, 15. Januar 2019

    Der Deutschandfunk Kultur lädt den Journalisten Alan Posener zum Gespräch ein, um den 100. Geburtstag der Waldorfschule zu feiern. Was dieser dabei sagte, entsetzte hpd-Autor Andreas Lichte (…)“

    weiter: https://hpd.de/artikel/alan-poseners-waldorf-propaganda-im-deutschlandfunk-kultur-16386

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  2. Andreas Lichte

    Von sehr großer Bedeutung für die anthroposophische Propaganda ist „Christian Clement“ – Philip Kovce, Gewinner des „Rudolf-Steiner-Preises“, im Deutschlandfunk Kultur, Zitat:

    „Zwei herausragende Beispiele, die die Selbstständigkeit sowohl Steiners als auch der Anthroposophie unterstreichen, lieferten in jüngster Zeit die Philosophen Christian Clement und Eckart Förster. Clement gibt eine inzwischen auf 12 Bände angelegte „Kritische Ausgabe“ der Schriften Rudolf Steiners heraus und würdigt dabei eindrucksvoll sowohl Wandlungen als auch Kontinuitäten innerhalb von Steiners intellektueller Biografie.“

    Siehe dazu beim „Humanistischen Pressedienst“, „hpd“:

    „Christian Clements ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners’ (SKA)

    Des Steiners neue Kleider

    BERLIN. (hpd) Die Anthroposophie versucht seit Jahren, Rudolf Steiner ein neues, positives und neutrales Image zu geben: weg vom „verstörenden“ Esoteriker Steiner, hin zum bedeutenden Philosophen Steiner. Dass sich ein nach aussen hin renommierter Verlag, der „Frommann-Holzboog Verlag“, an dem anthroposophischen Betrug beteiligt, überrascht (…)“

    weiter: https://hpd.de/artikel/11618

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