Forderungen der Hohenzollern: Es geht um die Deutungshoheit über die Geschichte


Das Hochzeitsbild von Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Victoria.Foto: dpa

Die Hohenzollern fordern Einfluss auf die Darstellung ihrer Vorfahren ein. Das muss in einer aufgeklärten Gesellschaft ausgeschlossen sein. Ein Kommentar.

Von Bernhard Schulz | DER TAGESSPIEGEL

„Der Preußische Finanzminister führte aus, dass die Preußische Staatsregierung den dringenden Wunsch hätten, zu einer annehmbaren Auseinandersetzung mit dem Hohenzollernhause zu kommen“, heißt es im Protokoll einer Reichstagssitzung vom April 1926. Wer hätte gedacht, dass dieser Wunsch des damaligen Finanzministers Hermann Höpker-Aschoff noch einmal aktuell werden könnte. Und doch ist es so.

Das Haus Hohenzollern, durch die Abdankung des preußischen Königs und deutschen Kaisers Wilhelm II. auch de jure ein „ehemals regierendes Haus“, macht Ansprüche auf tausende Kunstwerke und Liegenschaften geltend, die ihm damals faktisch verloren gingen, deren Status jedoch womöglich doch nicht eindeutig geklärt wurde – jedenfalls nicht so eindeutig, dass nicht findige Anwälte die Chance erspähten, auf dem Klagewege einige Schätze aus öffentlichen Besitz herausbrechen zu können.

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