Schwarzes Loch torpediert Theorie


Astronomen haben eine rasende Materiescheibe um ein supermassereiches Schwarzes Loch entdeckt, das eigentlich gar keine solche Scheibe besitzen dürfte. © NASA, ESA, and A. Feild and L. Hustak (STScI)

„Unmögliche“ Scheibe: Ein Schwarzes Loch im Zentrum einer fernen Galaxie verblüfft die Astronomen. Denn es besitzt eine kompakte Scheibe rasender Gase – etwas, das es bei einem so „appetitlosen“ Schwarzen Loch eigentlich gar nicht geben dürfte. Der Galaxienkern ähnelt eher einem Mini-Quasar als einem klassisch „ausgehungerten“ Schwarzen Loch, wie die Forscher berichten. Damit widerspreche diese Akkretionsscheibe klar den gängigen Theorien.

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Im Zentrum fast jeder Galaxie sitzt ein supermassereiches Schwarzes Loch – auch bei der Milchstraße. Während Sagittarius A* jedoch kaum aktiv ist und nur wenig Materie anzieht, ist dies bei aktiven Galaxienkernen (AGN) beispielsweise von Quasaren anders: Ihre Schwarzen Löcher sind von heißen, hell strahlenden Akkretionsscheiben aus Gasen und Staub umgeben. Die Strahlenemission dieser Scheiben und ihrer Umgebung hinterlässt im Lichtspektrum solcher Objekte ein charakteristisches Muster, die sogenannte Broad Line Region.

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