Der Vorwurf 50% der Deutschen seien Rassisten öffnet der Dummheit eine Allee

Symbol Bild: Reuters

Die Wahre Bedrohung der Demokratie ist Islamophobie

Marian Hartwigsen | Freitag/Community

Mit großer Sorge verfolgte ich kürzlich die Bertelsmann-Studie, die zeigt: 50 Prozent der Deutschen (in Ostdeutschland sogar 57 Prozent!) müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, menschenverachtende Rassist*innen zu sein. Fakt ist: Der Islam ist die Religion des Friedens und der Toleranz – er ist ein Segen für Deutschland und ganz Europa. Die kulturellen Einflüsse helfen uns, stärker zu werden, Geflüchtete überraschen immer wieder durch ihre Rechtschaffenheit und Wissbegierde.

Klima der Exklusion

Und doch herrscht in Deutschland ein Klima der Exklusion – Pogrome wie in Chemnitz sind beinahe an der Tagesordnung, der Diskurs wird von islamophoben Demagog*innen vergiftet, die gegen alles hetzen, was nicht ihrem abstrusen, antiquierten Weltbild entspricht: Ob Muslim*X, People of Color, Trans*Inter*GnC, Sinti*zze und Roma*nja oder binationale Paare – sie alle leben in ständiger Angst vor rassistischen Angriffen, Intersektionalität ist an der Tagesordnung.

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„Der Priester repräsentiert Jesus, der ein Mann war“

Wallfahrtsdirektor Reichart/Maria Vesperbild zum brisanten Thema: „Priesterinnen in der Katholischen Kirche?“ – Hubert Gindert/Forum Deutscher Katholiken: Wir haben wenige apostolisch tätige Laien, weil Christen wenig über ihren Glauben wissen

kath.net

Auf Einladung des Initiativkreises katholischer Priester und Laien sprach am vergangenen Sonntag in Maria Vesperbild Wallfahrtsdirektor Msgr. Erwin Reichart zum brisanten Thema: „Priesterinnen in der Katholischen Kirche?“ Er erklärte, dass aus katholischer Sicht die Priesterweihe von Frauen nicht möglich ist. Die Hl. Schrift und die gesamte Glaubenstradition schließen die Priesterweihe von Frauen aus. Die Glaubensüberlieferung hat ein so großes Gewicht, dass selbst der Papst daran gebunden ist. Daher erklärte 1995 der hl. Papst Johannes Paul II., dass „die Kirche keinerlei Vollmacht“ zur Priesterweihe der Frau habe.

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A Sunken Soviet Sub Is Raising the Radioactivity of the Norwegian Sea 800,000-Fold. But Don’t Worry.

A remotely operated vehicle (ROV) takes samples from the sunken Soviet sub in the Norwegian Sea. Credit: Stine Hommedal/IMR

A Cold War Soviet nuclear submarine met disaster 30 years ago when it sank in the Norwegian Sea, leading to the deaths of 42 sailors. But instead of lying peacefully at the bottom of the sea, that sub, called the Komsomolets, is leaking radioactive material deep beneath the waves.

By Laura Geggel, Associate Editor | LiveScience

Several samples collected by an underwater robot from and around the sunken sub’s ventilation duct show that it’s leaking high levels of cesium, a radioactive element, according to the Norwegian Institute of Marine Research (IMR). Some of the cesium levels are 800,000 times higher than normal levels in the Norwegian Sea, according to the institute.

However, this radiation does not pose a risk to people or fish, the IMR noted. [Photos: WWII Shipwrecks Found Off NC Coast]

The Soviets launched the 400-foot-long (120 meters) Komsomolets, which means „member of the Young Communist League,“ in May 1983, according to the U.S. Central Intelligence Agency. While the Komsomolets was on patrol in April 1989, a fire broke out on board, leading to the sub’s eventual demise. As the Komsomolets sank, its two nuclear reactors and at least two torpedoes with plutonium-containing nuclear warheads fell to the bottom of the sea.

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Vormenschen: Muttermilch als Notversorgung

Die Mütter der Vormenschenart Australopithecus africanus stillten ihre Kinder rund ein Jahr lang, nutzten ihre Milch aber auch Jahre später noch als Notnahrung für den Nachwuchs .© Juan Ramon Rodriguez Sosa / CC-by-sa 2.0

Schon vor gut zwei Millionen Jahren stillten Vormenschen-Mütter ihre Kinder ähnlich lange wie wir – etwa ein Jahr lang. Doch anders als heutige Kinder bekam der Nachwuchs des Australopithecus africanus auch Jahre nach dem Abstillen immer wieder vorübergehend Muttermilch, wie Zahnanalysen belegen. Offenbar sollte dies Perioden des Nahrungsmangels überbrücken, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

scinexx

Muttermilch ist für Neugeborene überlebenswichtig. Denn der reichhaltige Cocktail an Proteinen, gesunden Fetten und Botenstoffen enthält Substanzen, die das Immunsystem des Kindes stärken, gegen Allergien schützen, seine Darmflora in Schuss halten und seine Hirnentwicklung fördern. Ob und wie lange ein Kind gestillt wird, ist daher für seine spätere Gesundheit enorm wichtig. Gleichzeitig hat der Zeitpunkt des Abstillens auch Auswirkungen auf die Fortpflanzung: Stillt die Mutter früh ab, kann sie schneller wieder schwanger werden.

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Deutsche Kriegswaffen für mehr als 180 Millionen Euro an die Türkei

Türkische Soldaten patrouillieren. (Symbolbild) – APA/AFP/YASIN AKGUL

Der Nato-Partner ist weiterhin der mit Abstand größte Empfänger von Rüstungslieferungen aus Deutschland.

Die Presse.com

Die Türkei hat in den ersten vier Monaten dieses Jahres Kriegswaffen für 184,1 Millionen Euro aus Deutschland erhalten. In der Rangliste der wichtigsten Empfängerländer steht der Nato-Partner damit wie schon im Vorjahr mit großem Abstand an Nummer eins.

Das geht aus einer Antwort des deutschen Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der stellvertretenden Vorsitzenden der Linksfraktion, Sevim Dagdelen, hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt (dpa). Bei den Waffen für die Türkei handelt es sich den Angaben zufolge ausschließlich um „Ware für den maritimen Bereich“.

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Für zwei Innenminister schießt Rackete „weit über das Ziel hinaus“

Die Kapitänin der „Sea Watch 3“ Carola Rackete an Bord ihres Schiffs Bild: EPA

Die Innenminister von Bayern und Hessen bezeichnen die Forderungen der Sea-Watch-Kapitänin zur Aufnahme von Flüchtlingen als „verantwortungslos“. Der Innenstaatssekretär stellt zudem die Klimakrise als „Fluchtgrund“ infrage.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

In der Debatte über sogenannte Klimaflüchtlinge haben die Innenminister von Hessen und Bayern die Forderungen von Kapitänin Carola Rackete zur Aufnahme afrikanischer Geflüchteter in Deutschland zurückgewiesen. Rackete schieße „weit über das Ziel hinaus“, sagte Joachim Herrmann (CSU) der „Bild“-Zeitung. „Ich lehne das klar ab. Bei allem Verständnis für die Aufnahme von in Seenot geratenen Flüchtlingen: Wir können nicht eine halbe Million Wirtschaftsflüchtlinge oder solche, die aus Armut nach Europa kommen, ohne weiteres bei uns aufnehmen.“

Zur Begründung verwies er auch auf die geringe Anerkennungsquote für Geflüchtete aus Afrika, die im ersten Halbjahr 2019 nicht einmal 20 Prozent bundesweit betragen habe. „Das heißt mehr als 80 Prozent afrikanischer Flüchtlinge, die bei uns um Asyl bitten, haben keine Chance auf Anerkennung und ein dauerhaftes Bleiberecht in unserem Land“, sagte Herrmann.

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Weitere Bundesmittel für Garnisonkirche in Aussicht

NS-Propagandakarte, Kunstverlag Wentz & Co. 1933

Der Bund will seine Förderung für den Wiederaufbau des Turms der Potsdamer Garnisonkirche möglicherweise auf bis zu 18 Millionen Euro erhöhen.

evangelisch.de

In den Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2020 sei eine Ermächtigung zur Bewilligung von bis zu sechs Millionen Euro zusätzlicher Bundesmittel aufgenommen worden, heißt es in der Antwort von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) auf eine Anfrage aus der Linken-Fraktion, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt. Ziel sei, „die volle Nutzungsmöglichkeit als Ort der Friedens- und Versöhnungsarbeit“ sicherzustellen.

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Tödliche Therapie – Bewährungsstrafe für Heilpraktiker

  • Ein Heilpraktiker aus Moers ist für die fahrlässige Tötung von drei Krebspatienten zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden.
  • Der Fall hatte bundesweit eine Debatte über das Verfahren zur Zulassung von Heilpraktikern ausgelöst.

Süddeutsche Zeitung

Fahrlässige Tötung in drei Fällen und fahrlässige Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz in vier Fällen – so lautete die Anklage gegen einen Heilpraktiker aus Moers. Jetzt hat ihn das Landgericht Krefeld zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

Das Gericht attestierte ihm „schwere Verletzungen der Sorgfaltspflicht“. Im Juli 2016 habe der 61-Jährige den Tod von drei seiner Patienten verschuldet. Ein 55-jähriger Mann aus den Niederlanden, eine 43-jährige Niederländerin und eine 55-jährige Belgierin starben nach einer Behandlung.

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Iron Sky und die Militarisierung des Weltalls

Frühere Zukunftsvision des US Space Command für das Jahr 2020. Illustration (von 1997): fas.org/gemeinfrei

Die Masken fallen: Selbstgerecht erklären USA, NATO und Frankreich den Weltraum zur neuen Zone des Wettrüstens

Jürgen Wagner | TELEPOLIS

Lange achteten die Staaten tunlichst darauf, nicht offen einer Militarisierung des Weltraums das Wort zu reden, sie aber selbstredend dennoch zu betreiben. Nun sind die Masken aber wohl endgültig gefallen: „Der Kampf um die militärische Dominanz des Weltraums ist entbrannt“, erklärt Götz Neuneck vom Hamburger Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH).

Erst gingen die USA in die Offensive und nun ziehen die NATO, Frankreich – und womöglich sogar Deutschland – im Weltraum in den Krieg, indem sie ihn auch offiziell zu einem potenziellen Schlachtfeld erklären und dementsprechende Kommandos aufstellen wollen.

Gleichzeitig torpediert der Westen jahrelange Versuche durch China und Russland, einen Vertrag gegen Rüstungsspiralen im Weltall ins Leben zu rufen, nur um im selben Atemzug ausgerechnet diesen beiden Ländern die Schuld daran zu geben, weshalb man sich um die Aufrüstung des Alls bemühen müsse.

Das selbstgerechte Auftreten des Westens erinnert dabei fatal an den erst wenige Jahre alten B-Movie Klassiker „Iron Sky“, wobei selbst einige seiner aberwitzigsten Szenen mittlerweile von der Realität überholt wurden.

Akt I: USA

Wie gesagt, die Zeit der Heimlichtuerei ist augenscheinlich vorbei – schon im Januar 2019 untermauerte US-Präsident Donald Trump mit Blick auf das geplante Weltraumkommando: „Es wird ein wichtiger Bestandteil unserer Defensive, aber auch unserer Offensive.“ Ins selbe Horn stieß auch Jay Raymond, der am 27. Juni 2019 zum ersten Kommandeur des im Aufbau befindlichen Weltraumkommandos ernannt wurde, in seiner ersten Senatsanhörung:

Wir verfügen nicht mehr über den Luxus, in einem freundlichen und friedlichen Raum zu operieren. Und wir verfügen nicht über den Vorteil, die Überlegenheit im Weltraum als selbstverständlich zu betrachten.

John Raymond, Kommandeur des Air Force Space Command

Die Aktivitäten Russlands und Chinas hätten die USA dazu gezwungen, besagtes Weltraumkommando aufzustellen – und in gewisser Weise dürfte dies auch zutreffen. Denn seit Jahrzehnten sehen die USA in der militärtechnologischen Überlegenheit, besonders in Kernbereichen, den Schlüssel für den Erhalt ihrer Vorherrschaft. Somit erfordert der drohende Verlust der Weltraumdominanz aus Washingtons Sicht verstärkte militärische Anstrengungen, um diese missliche Entwicklung aufzuhalten oder im Optimalfall rückgängig zu machen.

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Bildung einer neuen Spezies: 1 + 1 = 3

Der Kleine Entensturmvogel ist Teil einer interessanten evolutionären Dreiceckskonstellation.Foto: Peter Ryan

Forscher stoßen auf besonderen Fall von Hybridisierung bei Sturmvögeln: Durch Vermischung entstandene Art ist sogar erfolgreicher als die Eltern

derStandard.at

Ein internationales Team um den Biologen Juan Masello von der Universität Gießen hat festgestellt, dass die Kreuzung zweier eigenständiger Arten eine völlig neue fortpflanzungsfähige Art hervorbringen kann. Offenbar ist der Kleine Entensturmvogel (Pachyptila salvini) aus der Kreuzung des Taubensturmvogels (Pachyptila desolata) mit dem Großen Entensturmvogel (Pachyptila vittata) entstanden.

Sturmvögel gehören wie Albatrosse – und anders als Möwen – zur Ordnung der Röhrennasen. Allesamt sind sie Meeresvögel mit langen Schwingen und eher kurzen Schwänzen. Die weitverbreiteten Sturmvögel kommen vor allem auf der Südhalbkugel vor und haben dort auch die Antarktis erobert.

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Wundermaterial könnte den Mars lebensfreundlicher machen

Aerogele sind die leichten Feststoffe, die Erdenbewohner je herstellten. Diese hochporösen Materialien mit sehr speziellen Eigenschaften könnten am Mars exzellente Dienste tun.

Für den Menschen stellt der Rote Planet ein äußerst unwirtliches Pflaster dar. Eine dünne Schicht aus Silicat-Aerogel sollte helfen

Klaus Taschwer | derStandard.at

Dass am Mars nicht gerade lebensfreundliche Zustände herrschen, wissen Filminteressierte spätestens seit Ridley Scotts Erfolgsproduktion „Der Marsianer“: Um auf dem Roten Planeten auch nur ein paar Erdäpfel zum Wachsen zu bringen, braucht es ziemlich viel Geschick und Geduld.

Statt mit Glashäusern aus Plastikfolien zu kleckern, könnte man theoretisch auch klotzen – und gleich das gesamte Marsklima weniger unwirtlich machen. Dieses Konzept nennt sich Terraforming und wurde für den Mars erstmals vom US-Astronomen Carl Sagan vor mittlerweile fast 50 Jahren propagiert: Er schlug 1971 vor, sämtliches im Mars-Eis gebundenes CO2 irgendwie in dessen Atmosphäre zu blasen, was zu einer erdähnlicheren Atmosphäre führen würde.

Nasa-Forscher haben diese Ideen im Vorjahr leider widerlegt: Abgesehen von den praktischen Problemen bei der Durchführung würde sich die Mars-Atmosphäre dadurch nur marginal ändern.

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Brandenburgs Regierungschef gibt Hohenzollern eine Abfuhr

Ditmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, meldete sich nach den Forderungen der Hohenzollern nun zu Wort.Foto: ZB

Dietmar Woidke reagiert auf die Forderungen der Hohenzollern. Für ihn sind Cecilienhof oder Lindstedt keine Wohngebäude, sondern „Volksschlösser“.

Von Thorsten Metzner | DER TAGESSPIEGEL

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) schließt ein Wohnrecht für Hohenzollern in früheren Preußenschlössern und auch die Herausgabe von bedeutenden Kunstwerken aus Museen der Hauptstadtregion an das Adelsgeschlecht strikt aus. „Ganz klar: Schloss Cecilienhof oder Schloss Lindstedt sind keine Wohngebäude. Auch nicht für die Hohenzollern. Weder kostenlos noch gegen Bezahlung“, sagte Woidke am Montag dem Tagesspiegel.

Brandenburg ist wie Berlin und der Bund einer der Träger der Preußischen Schlösserstiftung. „Das Land Brandenburg achtet darauf, dass die Schlösser öffentlich zugänglich sind und bleiben“, sagte Woidke. Es seien „Volksschlösser“.

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Triceratops-Verwandter lief auf zwei Beinen

Der Auroraceratops ist ein früher Verwandter des Triceratops, anders als dieser lief er jedoch auf zwei Beinen. © Robert Walters

Noch zweibeinig: Forscher haben Fossilien eines frühen Triceratops-Verwandten untersucht – mit spannenden Ergebnissen. Ihre Analysen zeigen, dass der Auroraceratops deutlich kleiner war und weniger imposanten Gesichtsschmuck besaß als sein berühmter Nachfahre. Anders als die gehörnten Dinosaurier aus der späten Kreidezeit scheint dieser Dinosaurier zudem noch auf zwei anstatt auf vier Beinen unterwegs gewesen zu sein.

scinexx

Neben dem Tyrannosaurus gehört der Triceratops heute wohl zu den bekanntesten Dinosauriern. Ihn und andere Vertreter der gehörnten Dinosaurier stellen wir uns typischerweise als Nashorn-ähnliche Wesen mit beeindruckenden Hörnern und Nackenschilden vor, die auf vier kräftigen Beinen durch die urzeitliche Welt stapften.

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Wer den Atomausstieg befürwortet, sagt implizit: «Es gibt für mich Wichtigeres als den Klimawandel»

Mit Windturbinen und Solarpanels wie hier auf dem Mont-Soleil im Berner Jura will die Schweiz den Strom aus Kernkraftwerken ersetzen. (Bild: Valentin Flauraud / Keystone)

Die Erneuerbaren gelten als «sauber» und werden in der Schweiz stark subventioniert. So wollen es die Politik und das Volk. Warum eigentlich?

Stefan Häberli | Neue Zürcher Zeitung

Die Intuition ist bisweilen ein schlechter Ratgeber. Das gilt gerade auch in Umweltfragen. Wer etwa von einem VW Golf auf einen Tesla umsteigt, mag damit ein Zeichen setzen. Doch tut man damit eher dem eigenen Gewissen als dem Klima einen Gefallen.

Ein Elektroauto stösst bei der Fahrt zwar kein CO2 aus. Bei der Herstellung der Lithiumbatterie wird jedoch eine grosse Menge an Treibhausgasen freigesetzt. Ein Tesla Model S mit seiner über eine halbe Tonne schweren Batterie weist deshalb bereits vor dem ersten gefahrenen Kilometer eine beachtliche CO2-Hypothek auf. Zudem werden auch bei der Produktion des Stroms, den ein E-Auto verbraucht, Treibhausgase ausgestossen.

Diese beiden Faktoren erklären, warum ein Tesla in einer ökologischen Vollkostenrechnung punkto Treibhausgasemissionen «dreckiger» dastehen kann als ein sparsamer Benziner.

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Hamas-Mitglied in Gaza ruft zur Tötung von Juden auf

Logo der Hamas. Bild: wikimedia.org/unbekannt

Ein hochrangiges Mitglied der radikalislamischen Hamas hat Palästinenser weltweit zur Tötung von Juden aufgerufen.

Die Presse.com

In einem Video von einer Kundgebung am Rande der Freitagsproteste am Grenzzaun zwischen dem Gazastreifen und Israel ist Fathi Hamad zu sehen, ein hochrangiger Politiker der Verwaltung des Küstenstreifens, wie er die Demonstranten zu Gewalttaten anstachelt.

„Wenn diese Belagerung nicht beendet wird, werden wir im Angesicht unserer Feinde explodieren“, sagt Hamad in dem Video. An die mehreren Millionen im Ausland lebenden Palästinenser gewandt fügte er hinzu: „Ihr habt Juden überall bei euch. Ihr solltet jeden Juden in der Welt angreifen und töten“.

Ein israelischer Regierungssprecher erklärte, die Äußerungen zeigten das wahre Gesicht der Hamas. „Jetzt wissen Sie, warum wir die Grenze zum Gazastreifen vor der Hamas schützen“, schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter.

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Weibliche Säugetiere töten Nachwuchs von Konkurrentinnen

Grausamer als ihr Ruf: Erdmännchen-Weibchen werden mitunter zu Kindsmörderinnen. © Alecia Carter

Nicht nur Männersache: Infantizide sind bisher vor allem von männlichen Säugetieren bekannt – doch auch Weibchen werden mitunter zu Kindsmörderinnen. Wie eine Studie zeigt, töten zum Beispiel weibliche Erdmännchen oder Paviane fremde Jungtiere. Dabei machen sie selbst vor Verwandten nicht halt. Durch dieses Verhalten schalten die Weibchen offenbar Konkurrenten aus, die dem eigenen Nachwuchs lebenswichtige Ressourcen streitig machen könnten.

scinexx

Kindsmord ist im Tierreich gang und gäbe: Vor allem von männlichen Säugetieren ist bekannt, dass sie immer wieder fremde Jungtiere töten. Löwen, Braunbären und Männchen vieler anderer Arten sichern sich auf diese Weise den Zugang zu paarungsbereiten Weibchen und die Weitergabe ihrer eigenen Gene. „Bei manchen Säugetierarten ist Kindstötung sogar die häufigste Todesursache bei Jungtieren“, berichten Dieter Lukas vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und Elise Huchard von der Universität Montpellier.

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Nicht alle kirchlichen Traditionen sind noch nützlich

Sind die Traditionen der Kirche noch zeitgemäß? Kurienkardinal João Braz de Aviz fordert, einige kirchliche Verhaltensweisen auf den Prüfstand zu stellen. Dabei spricht er insbesondere die Orden und ihre Rituale an.

katholisch.de

Nach Ansicht des Präfekten der Ordenskongregation, Kardinal João Braz de Aviz, sind einige kirchliche Traditionen nicht mehr nützlich. Die Kirche und besonders die Orden müssten „schauen, was fundamental ist und was nicht“, sagte Braz de Aviz in einem Interview mit der paraguayischen Zeitung „Última Hora“ am Sonntag. Der Kardinal nannte keine konkreten Beispiele für zu ändernde Traditionen, führte jedoch allgemeine Beispiele an: Es gehe etwa um „eine Weise zu beten, eine Weise, sich zu kleiden“ oder um Rituale, denen bislang ein zu großer Platz eingeräumt wurde, obwohl sie eigentlich nicht wichtig seien. Viele dieser Traditionen würden sich etwa auf die Gründer von Orden und ihre jeweiligen Kulturen beziehen, seien jedoch nicht essentiell. Vielmehr müsse es darum gehen, dass die „Werte des Evangeliums“ in den unterschiedlichsten Kulturen erkannt würden, ohne das besondere Charisma der Gründer zu verlieren.

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