Ordensleute kritisieren Kirchenasyl-Regeln — Rückkehr zu alter Praxis?


Symbolbild Kirchenasyl © Markus Linn (KNA)

Scharfe Kritik an den neuen Regeln für das Kirchenasyl haben Ordensobere aus Würzburg gemeinsam mit Verantwortlichen der Kirchen und dem Missionsärztlichen Institut geübt. Sie fordern eine Rückkehr zu der bis Juli 2018 gültigen Praxis.

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In einem am Dienstag veröffentlichten Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und die Innenminister der Länder fordern sie eine Rückkehr zu der Praxis, die bis Juli 2018 sehr erfolgreich zwischen Kirchen und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) gegolten habe. Sie basiert auf einer Vereinbarung vom Februar 2015. Einen ähnlichen Brief hatten im Februar bereits Pfarrer beider Konfessionen aus der Metropolregion Nürnberg geschrieben.

Kritik üben die Würzburger Ordensleute vor allem an der Prüfung der Kirchenasylfälle aufgrund eines vorgelegten Härtefalldossiers durch die die gleiche Stelle, die zuvor die Abschiebungen der Flüchtlinge in das EU-Drittland angeordnet hätte. Dies geschehe „nach den gleichen rein formalen und juristischen Kriterien“.

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