Dalai Lama: Der Geflüchtete, der Geflüchtete hasst


Dalai Lama in Hamburg, 1998. Foto: Jens Nagels

Der Dalai Lama hat sich dem BBC gegenüber abfällig über Refugees und Muslime geäußert: eine ganz schön schwach(sinnig)e Leistung für eine Galionsfigur des Weltfriedens.

Von Timo Al-Farooq | MiGAZIN

Schon mal einen Refugee kennengelernt, der Refugees hasst? Nein? Dann darf ich Ihnen Tenzin Gyatso vorstellen, besser bekannt als „Dalai Lama“, der exilierte, spirituelle Führer des tibetanischen Volkes. Er hat letzten Monat dem BBC ein Interview gegeben, auf das Italiens Matteo Salvini und Ungarns Victor Orbán ganz schön stolz gewesen wären.

Als er gefragt wurde, ob Geflüchteten in Europa ein dauerhaftes Bleiberecht eingeräumt werden sollte, antwortete er: „Limited number… OK. But whole Europe eventually become Muslim country? Impossible. Or African country? Also impossible.“

Kommt einem das bekannt vor? Der ach so entspannte und natürlich überhaupt nicht rassistische Buddhist, den wir aus dem islamfeindlichen Sri Lanka und dem noch islamfeindlicheren Myanmar kennen, bläst in das gleiche ausgelutschte Horn der organisierten Islamisierung Europas und des noch ausgelutschteren Kulturkampfnarrativs.

Und würde ihn bitte jemand daran erinnern, das Afrika und Europa keine Länder sind, sondern Kontinente.

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