Israelische Archäologen entdecken 1200 Jahre alte Moschee in der Negev-Wüste


Die Moschee mit einer runden Gebetsnische sei vermutlich von den Bauern in der Region genutzt worden, sagten die Archäologen. (Bild: Anat Rausiuk / Handout / Epa)

Israelische Archäologen haben laut eigenen Angaben die Überreste einer mindestens 1200 Jahre alten Moschee in der Negev-Wüste im Süden des Landes entdeckt. «Eine kleine, städtische Moschee – datiert ins 7. oder 8. Jahrhundert – ist ein seltener Fund auf der ganzen Welt, besonders aber in dem Gebiet nördlich von Beerscheva», teilten die Ausgrabungsdirektoren, Jon Seligman und Shahar Zur, für die israelische Altertumsbehörde am Donnerstag mit. Kein vergleichbares Gebäude sei in dem Gebiet bisher entdeckt worden.

Neue Zürcher Zeitung

Die Überreste der Moschee wurden in der Beduinenstadt Rahat gefunden. Die rechteckige, nach oben offene Moschee mit einer runden Gebetsnische sei vermutlich von den Bauern in dem Gebiet genutzt worden, hiess es von den Archäologen. Das Gebäude sei in Richtung Mekka ausgerichtet gewesen.

Während der Ausgrabungen seien zudem ein Bauernhof aus dem 6. oder 7. Jahrhundert entdeckt worden sowie eine kleine Siedlung aus dem 7. oder 8. Jahrhundert. Diese habe aus Häusern mit Wohnzimmern, Innenhöfen, Lagerräumen und Feuerstätten für die Essenszubereitung bestanden.

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