Missbrauch und Kinderpornografie sollen härter bestraft werden


Missbrauchsprozess von Lügde: Der Ort steht für mangelnden Schutz durch den Staat, für Behördenversagen, für einen der größten Skandale von sexuellem Missbrauch
Quelle: Getty Images/Pool

Nach dem massenhaften Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Lügde prüft die Bundesregierung deutliche Strafverschärfungen. Künftig sollen solche Taten als Verbrechen gewertet werden.

Von Martin Lutz | DIE WELT

Zehn Jahre lang konnten Männer Dutzende Kinder sexuell missbrauchen und sie dabei filmen. Auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Lügde. Der Ort steht für mangelnden Schutz durch den Staat, für Behördenversagen, für einen der größten Skandale von sexuellem Missbrauch und dessen Abbildung – was gemeinhin als Kinderpornografie bezeichnet wird. Um beides besser bekämpfen zu können, prüft die Bundesregierung nach Informationen von WELT AM SONNTAG nun deutliche Strafverschärfungen. Damit kommt der Gesetzgeber einer „Prüfbitte“ der Länder nach.

Die Innenminister der 16 Bundesländer haben den Bund aufgefordert, sexuellen Kindesmissbrauch sowie das Verbreiten und den Besitz von Kinderpornografie im Strafgesetzbuch künftig als „Verbrechen“ einzustufen. Das bedeute eine „Erhöhung der Mindeststrafe auf ein Jahr“. Einen entsprechenden Beschluss hatte die Innenministerkonferenz (IMK) bereits im Juni gefasst. Bislang betragen die Mindeststrafen lediglich sechs beziehungsweise drei Monate.

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