Die Royal Navy ist am Persischen Golf überfordert


Der Iran hält diesen unter britischer Flagge fahrenden Öltanker fest. (Bild: Jan Verhoog / EPA / Marinetraffic.com)

Die Eskalation in der Meeresstrasse von Hormuz hat die britische Regierung unvorbereitet getroffen. Zum Schutz der Öltanker stehen zu wenige Fregatten zur Verfügung, und diplomatisch treibt Amerika London in die Enge.

Markus M. Haefliger | Neue Zürcher Zeitung

Der britische Aussenminister Jeremy Hunt hat am Samstag Teheran davor gewarnt, die Bedrohung von kommerziellen Schifffahrtslinien am Persischen Golf fortzusetzen. «Iran bewegt sich auf einem gefährlichen Weg», teilte Hunt mit. Die iranischen Revolutionswächter hatten am Freitag in der Strasse von Hormuz den unter britischer Flagge fahrenden Öltanker «Stena Impero» aufgebracht; das Schiff und die internationale Besatzung werden im militärisch befestigten Hafen von Bandar Abbas festgehalten.

Die Regierung in London empfahl kommerziellen britischen Schiffen gleichzeitig, die Strasse von Hormuz vorerst zu meiden. Hunt hatte am Vorabend mit ernsthaften Konsequenzen gedroht, ohne deutlich zu machen, was er damit meinte. Militärische Massnahmen schloss er aus. Der Sicherheitsausschuss des Kabinetts tagte in der Nacht auf Samstag und am frühen Samstagmorgen insgesamt zwei Mal.

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