Nach «Breitbart»: Neue Mediennischen tun sich auf


Der mobile Mensch ist auch mobil in seiner Mediennutzung: Er ist nicht nur auf einen Anbieter fokussiert. (Bild: Russell Boyce / Reuters)

Die rechtspopulistische Website Breitbart.com hat sich überlebt. Das hat sie dem Erfolg ihres eigenen Geschäftsmodells zuzuschreiben. Kleinere konservative Medienprodukte springen nun in die Lücke.

Marc Neumann | Neue Zürcher Zeitung

«Breitbart» darbt. War die rechtspopulistische News-Website unter der Leitung Steve Bannons einst medialer Steigbügelhalter und Königsmacher für Donald Trump, ist sie heute im anhaltenden Sinkflug – wie US-Medien von der «Washington Post» bis «Politico» in schöner Regelmässigkeit und nicht ohne Schadenfreude berichten.

Auch wenn die derzeitige «Breitbart»-Redaktion unter der Leitung des Journalisten Alex Marlow zumindest punktuell dementiert, zeichnen Mediendatenunternehmen von comScore über Alexa bis SimilarWeb ein einheitlich düsteres Bild. Von Januar 2017 bis Januar 2018 reduzierte sich die Zahl monatlicher Besucher gemäss comScore um 51 Prozent. Von den 15,7 Millionen «unique visitors» pro Monat bei Donald Trumps Amtsantritt waren im Mai 2019 noch 4,6 Millionen übrig.

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