US Army lässt Microsoft Datenbrille mit Gesichtserkennung entwickeln


Soldaten trainieren mit dem Integrated Visual Augmentation System. Bild: DoD

In das Integrated Visual Augmentation System sollen möglichst alle verfügbaren visuellen Daten integriert, die Leistung der Soldaten überwacht und die Zielgenauigkeit optimiert werden

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Das vor einem Jahr gegründete Army Futures Command will die US-Armee mit neuen Techniken ausstatten. Ende des Monats will es voll einsatzfähig sein und Entwicklungen und Anschaffungen außerhalb der üblichen Wege beschleunigen. Kritik kam aber schon vom GAO, dass nicht ausreichende kleine Firmen einbezogen werden. Es geht um KI-Anwendungen, autonome Fahrzeuge und Roboter, 3-Drucker, neue Waffen, neue Raketen wie die Precision Strike Munitions, die mit angeblichen 499 km gerade noch eine INF-kompatible Reichweite haben sollen. Am Mittwoch stellte sich das Kommando mit seinen Projekten Pressevertretern vor.

Schon länger trainieren US-Soldaten in kleinen Einheiten mit einer neuen Brille für erweiterte Realität (augmented reality). Das auf der HoloLens-Technik Integrated Visual Augmentation System (IVAS) wird von Microsoft im Rahmen eines mit 480 Millionen US-Dollar ausgestatteten Programms entwickelt. Gegen das Vorhaben gab es Widerstand von einigen Microsoft-Mitarbeitern, die einen Protestbrief „HoloLens For Good, Not War“ an das Management schrieben, aber nichts bewirkten.

Im Rahmen des Programms Next Generation Squad Weapon (NGSW), bei dem es um Ersatz des leichten Maschinengewehrs M249 und des Sturmgewehrs M4 Carbine, kam der Wunsch nach einem verbesserten Head-up-Display (HUD) auf, das als Brille getragen werden kann und mit einer Kamera und einem Minicomputer verbunden ist.

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