Klimawandel geht zu rasant für Tiere


Selbst die weitverbreitete Kohlmeise gehöre zu den Risikokandidaten.Foto: dpa/Tim Brakemeier

Vögel passen sich steigenden Temperaturen an, indem sie etwa ihren Winterschlaf vorverlegen. Doch anscheinend kommen die Tiere kaum mehr mit dem Klima mit.

Von Markus Lücker | DER TAGESSPIEGEL

Die durch den Klimawandel bedingten Temperaturanstiege in den kommenden Jahrzehnten könnten viele Tiere an die Grenzen ihrer Anpassungsfähigkeit bringen. Bislang reagierten viele Arten auf Wärmeschwankungen, indem sie ihre Paarungszeiten oder ihren Winterschlaf im Jahr nach vorne verlegten. Stellenweise fielen auch Nachwuchsgenerationen beispielsweise kleiner oder leichter aus.

Die Veränderungen des Klimas scheinen jedoch mittlerweile so schnell stattzufinden, dass verschiedene Tiere bei diesem Prozess nicht mehr hinterherkommen. Zu diesem Schluss kommt ein 64-köpfiges Team internationaler Forscher in einem Artikel für das Wissenschaftsmagazin „Nature Communications“ nach der Auswertung von mehr als 10.000 Studien. Geleitet wurde das Projekt von Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), einer Einrichtung des Berliner Forschungsverbundes.

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