«Wilde Katzen sind die Gefahr Nummer eins – und sie sind überall»


Wilde Katzen sind in Australien eine wahre Plage. (Bild: Catarina Sousa)

Mit den europäischen Einwanderern kamen einst auch Tiere nach Australien. Insbesondere Katzen haben den heimischen Arten grossen Schaden zugefügt. Bis 2020 sollen nun zwei Millionen von ihnen sterben.

Neue Zürcher Zeitung

Auf ihren Schiffen brachten die europäischen Siedler im 18. Jahrhundert zahlreiche Tiere mit: Schweine, Pferde, Hasen, Füchse und Katzen. Letztere trugen nach Angaben des Umweltministeriums dazu bei, dass 27 Säugetierarten ausstarben und weitere 124 Spezies bedroht sind.

Nach Ankunft der ersten Siedler im Jahr 1788 gingen dem Kontinent 34 einheimische Arten für immer verloren – das sei die höchste Rate weltweit, sagt die Wissenschafterin Sarah Legge von der Australian National University in Canberra.

Hundert gefährdete Arten

Neben den etwa 3,9 Millionen Hauskatzen leben 2 bis 6,3 Millionen verwilderte Katzen auf dem Kontinent. 2015 zog die australische Regierung die Notbremse. Sie erklärte wilde Katzen zu einer Plage und ergriff drastische Massnahmen: Bis 2020 sollen 2 Millionen wildlebender Katzen getötet werden.

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