Religion in der Weimarer Reichsverfassung: Die Staatskirche ist abgeschafft


Epochenwandel: die Trennung zwischen Staat und Kirche in der Weimarer Reichsverfassung von 1919 (imago stock&people)

Vor 100 Jahren wurde die Weimarer Reichsverfassung beschlossen, im August 1919 trat sie in Kraft. Damit wurde auch das Verhältnis zwischen Staat und Religion neu geordnet, die Kirchen verloren formal politischen Einfluss. Die wichtigsten Passagen gelten bis heute.

Von Marie Wildermann | Deutschlandfunk

„So wollen wir an die Arbeit gehen, ruft Ebert den Abgeordneten zu, unser großes Ziel fest vor Augen, in Deutschland eine starke Demokratie zu verankern“.

Bundespräsident Frank Walter Steinmeier zitiert bei einem Festakt zu 100 Jahren Weimarer Reichsverfassung den Sozialdemokraten und Reichspräsidenten Friedrich Ebert. Demokratie macht Arbeit, damals wie heute.

Als am 31. Juli 1919 die Weimarer Reichsverfassung beschlossen wurde, war – zumindest auf dem Papier – ein besonders anspruchsvolles Arbeitsziel erreicht: das Verhältnis zwischen Staat und Kirchen wurde neu geregelt. Nach Jahrhunderten blutiger Religionskriege in Europa. Nach eineinhalb Jahrtausenden, in denen weltliche und geistliche Macht miteinander verflochten waren.

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