Kirche beschäftigt sich zu viel mit sich selbst


Verliert die Kirche durch die Beschäftigung mit Strukturprozessen die Gläubigen aus dem Blick? Ja, meint der Hildesheimer Generalvikar Martin Wilk. Er fordert, sich auf den eigentlichen Auftrag der Kirche zu besinnen.

katholisch.de

Der Generalvikar des Bistums Hildesheim, Martin Wilk, hat kritisiert, dass sich die Kirche gegenwärtig zu viel mit sich selbst beschäftigt. Man müsse „weniger über die Kirche und mehr über unseren Glauben, weniger über uns und mehr über die Menschen und die Welt nachdenken und sprechen“, sagte er in einem Interview mit der bistumseigenen „Kirchenzeitung“ am Donnerstag. Die Kirche müsse sich weniger mit ihren Strukturen befassen und mehr fragen, was ihre eigentliche Aufgabe sei.

Zudem benötige es eine grundlegend andere Blickrichtung in der Jugendpastoral, so Wilk weiter. „Entscheidend ist nicht die Frage: Wie können wir junge Menschen an uns binden?“ Vielmehr müsse die Kirche den Jugendlichen die „Lebensrelevanz des Glaubens“ aufzeigen. Daher seien Orte der Jugendpastoral wichtig, „die das Ausprobieren und Realisieren von neuen Ideen möglich machen“. Sie seien „Zeichen der Hoffnung“, ebenso wie „Kirchengemeinden, in denen auch Menschen mit gebrochenen Lebensbiographien eine Heimat finden“.

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