Rheinmetall baut bewaffneten Drohnenpanzer


Mission Master. Bild: Rheinmetall

Immer mehr Staaten verfügen über unbemannte Landfahrzeuge, die bewaffnet oder zur Überwachung eingesetzt werden können. Vorher programmierte Missionen werden vollständig autonom erledigt

Matthias Monroy | TELEPOLIS

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat ein „unbemanntes Mehrzweck-Bodenfahrzeug“ entwickelt, das kurz vor der Serienproduktion steht. Der „Mission Master“ wird derzeit auf verschiedenen Militärmessen gezeigt. Rheinmetall wirbt damit, dass der Drohnenpanzer im Gefecht, für den Nachschub, zur Überwachung und Aufklärung, für die Verwundetenevakuierung oder zur Brandbekämpfung eingesetzt werden kann. Außerdem soll der „Mission Master“ Truppen transportieren.

Im Fachjargon gelten die unbemannten Landfahrzeuge als „Unmanned Ground Vehicles“ (UGV). Die Geräte können entweder ferngesteuert, teilautomatisiert oder komplett als Roboter betrieben werden. Der „Mission Master“ deckt alle drei Einsatzmöglichkeiten ab. Im vollautonomen Betrieb muss der bedienende Soldat die Mission lediglich programmieren und ihren Verlauf beobachten. Falls nötig, kann der Ablauf vom Bediener unterbrochen werden.

Einsatzdauer von acht Stunden

Das vom Rheinmetall-Ableger in Kanada entwickelte System ist mit Elektroantrieb angetrieben und besteht aus einer Basisplattform, die nach Bedarf für die verschiedenen Einsatzszenarien umgerüstet werden kann. Die Einsatzdauer beträgt rund acht Stunden. Der Panzer verfügt über acht Räder, auf die je nach Anforderung eine Kette montiert werden kann. Bei wenig Zuladung soll das Fahrzeug sogar schwimmen können. Zur Nutzlast heißt es, dass der „Mission Master“ bis zu 600 Kilogramm befördert.

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