Cannabis: Wo das Gras wächst


Medizinisches Cannabis wird aus der Marihuana-Pflanze gewonnen.© PantherMedia

Cannabidiol (CBD) Studien belegen: Medizinisches Cannabis ist kein Wundermittel, aber es hilft – auch in der Neurologie.

Von Inge Günther | Frankfurter Rundschau

Nichts half bei dem achtjährigen israelischen Jungen, der kein Wort herausbrachte, immer wieder seinen Kopf gegen die Wand schlug und auch auf seine Umwelt aggressiv reagierte. Die Eltern wären fast verzweifelt. Erst eine Behandlung mit medizinischem Cannabis linderte die Symptome. Nach vier Monaten Therapie habe das Kind erstmals seine Mutter umarmt, berichtet Yuval Landschaft, Direktor der staatlichen Agentur für Medizinisches Cannabis, die dem Gesundheitsministerium in Jerusalem untersteht.

Landschaft schildert gleich noch einen weiteren Fall, in dem Cannabidiol (CBD), der nicht high machende Wirkstoff aus der Marihuana-Pflanze, bei einem an Epilepsie erkrankten Fünfjährigen nahezu wundersam anschlug. Er erlitt bis zu zwanzig Krampfanfälle täglich. Nachdem dem Bub Cannabis-Tropfen verabreicht wurden, hätten sich die Anfälle schließlich „auf ein, zwei pro Woche reduziert“, sagt Landschaft. Die Mutter habe vor Glück geweint, als sie sich telefonisch bedankte: „Ihr habt unser Leben zurückgebracht.“

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