Theologen: Bibel nicht gegen Homosexualität instrumentalisieren


Die Kirche ringt seit Jahrzehnten um ihren Umgang mit dem Thema Homosexualität. Die Kritiker gleichgeschlechtlicher Partnerschaften argumentieren dabei oft mit der Bibel. Warum das problematisch ist, haben nun zwei Theologen erklärt.

katholisch.de

Theologen haben davor gewarnt, sich im kirchlichen Streit um den richtigen Umgang mit Homosexualität auf einzelne Bibelstellen zu berufen. Die Bibel sei kein Steinbruch, aus dem man Verse herauslösen und in die eigene theologische Argumentation einbauen könnte, schrieb der Mainzer Alttestamentler Thomas Hieke in einem am Freitag veröffentlichten Beitrag in der Zeitschrift „Publik Forum“. Vielmehr müsse man biblische Texte innerhalb ihres literarischen und kulturellen Umfeldes verstehen.

Der emeritierte Neutestamentler Martin Ebner aus Bonn verwies in seinem Beitrag darauf, dass Homosexualität in der Antike keine einvernehmlich gestaltete Beziehung war. Aussagen zu gleichgeschlechtlichem Sex „finden sich im gesamten Neuen Testament nur und einzig in den Paulusbriefen“, so Ebner. Man könne daher auch nicht sagen, das Neue Testament verbiete gleichgeschlechtlichen Sex. Das entspreche nicht den Tatsachen.

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