„Das Auto muss weg“ funktioniert auf dem Land nicht


Auf dem Land ist das Auto weiterhin das wichtigste Verkehrsmittel.Foto: picture alliance /Patrick Pleul

Die Jungen hoffen, die autofreie Stadt zu erleben. Auf dem Land muss die Verkehrswende anders verlaufen. Allein die urbane Sicht hilft nicht. Ein Kommentar.

Von Jana Kugoth | DER TAGESSPIEGEL

Die innerstädtischen Bürgersteige sind bunt geworden. Rot, orange, grün, blau-gelb stehen Leihräder, Leihautos, E-Roller und E-Scooter überall bereit als Spontanmobilitätsmittel, sofern man ein Smartphone hat. Geteilte Fahrzeuge und Fahrten bringen vielen längst den gleichen Komfort wie der private Pkw, und das ohne die laufenden Kosten und die Verpflichtungen des Besitzes.

Es lässt sich an den zigtausenden Mietgeräten der Beginn von etwas beobachten, das mit „öffentlichem Individualverkehr“ treffend beschrieben ist. Es ist der Vorgeschmack auf das, was die ökologische Verkehrswende sein kann – und wird. Aber es ist nicht die Antwort auf alle Fragen, die damit zusammenhängen.

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